Sicherung durch Gurte, Helme und andere Schutzsysteme. Kontinuierliche Erhebungen zum Schutzverhalten von Verkehrsteilnehmern 2003

Im Auftrag der Bundesanstalt fuer Strassenwesen werden jaehrlich die Gurtanlegequoten von Pkw-Insassen und 2003 erstmals von Lkw-Insassen sowie jaehrlich die Tragequoten von Schutzhelmen und Schutzkleidung bei motorisierten Zweiradfahrern erhoben. Bei den Pkw-Fahrern ist im Jahr 2003 die Anlegequote im Querschnitt aller Strassentypen gegenueber 2002 mit 93 Prozent konstant geblieben. Innerorts ist die Quote mit 90 Prozent ebenfalls konstant geblieben und weiterhin am niedrigsten. Fuer die Beifahrer betragen die Werte fuer das Jahr 2003 fuer den Querschnitt aller Strassentypen 95 Prozent (+ 1 Prozent) und innerorts 91 Prozent (+ 1 Prozent). Bei den Fondinsassen ist fuer das Kollektiv Landstrasse ein neuer Hoechstwert (89 Prozent, plus 2 Prozent) zu vermerken; innerorts ist die Quote um 3 Prozent auf 70 Prozent gesunken. Fuer die sechs Erhebungsgebiete wurde der Hoechstwert von 2002 fuer den Querschnitt mit 86 Prozent bestaetigt. Innerorts bleibt die Gurtanlegequote mit nun 79 Prozent weiterhin am niedrigsten. Fuer die Sicherung der Kinder im Pkw lassen sich aus der Erhebung 2003 folgende Tendenzen bei der Betrachtung aller Kinder (Beifahrer und im Fond) erkennen: Die Gesamtsicherungsquoten fuer alle Kinder sind annaehernd konstant geblieben. In allen Kollektiven werden die Werte vom Vorjahr bestaetigt. Die altersgerechte Sicherung fuer Kinder bis fuenf Jahre ist auf der Landstrasse um 1 Prozent auf 93 Prozent und im Innerortsbereich um 2 Prozent auf 90 Prozent gesunken. Die Sicherung der Kinder ab sechs Jahre zeigt eine Verbesserung: Im Querschnitt aller Strassentypen wurden in 2003 5 Prozent (2002: 6 Prozent) dieser Kinder ungesichert im Fahrzeug befoerdert. Auf der Landstrasse wurden 55 Prozent altersgerecht gesichert (2002: 47 Prozent), im Innerortsverkehr betrug die Quote 53 Prozent wie im Vorjahr. Der Anteil von 47 Prozent ungesicherter Kinder im Innerortsverkehr zeigt weiterhin ein deutliches Verbesserungspotenzial. Im Jahr 2003 benutzten Zweiradfahrer in Deutschland zu 97 Prozent (2002: 99 Prozent) den Helm. Die Mitfahrer wurden zu 98 Prozent mit Schutzhelm angetroffen (2002: 99 Prozent). Fuer die Zweiradfahrer insgesamt liegt die Quote fuer das Tragen einer kompletten Schutzkleidung bei 21 Prozent (2002: 20 Prozent). Nur bei den Fahrern von Kraftraedern wird haeufiger eine komplette Schutzkleidung angetroffen. Die Helmtragequote in 2001 fuer die Fahrer und Mitfahrer ist annaehernd konstant geblieben. Die Bereitschaft zum Tragen von Schutzkleidung ist jedoch gegenueber 2002 bei allen motorisierten Zweiradfahrern gesunken, sodass im Jahr 2003 17 Prozent (2002: 8 Prozent) der Kraftfahrer nur mit Helm angetroffen werden. Die Anlegequoten der Fahrer im Gueterkraftverkehr sind auf der Autobahn deutlich hoeher als auf der Landstrasse. Auf der Autobahn sind die Fahrer zu 52,7 Prozent gesichert und auf der Landstrasse zu 47,7 Prozent. Im Querschnitt aller Strassentypen sind 51 Prozent der Fahrer mit Gurt gesichert. Die Anlegequoten in beiden Kollektiven sinken mit der Schwere der Fahrzeuge: Fahrer von Lkw bis 3,5 t sichern sich auf der Autobahn zu 80,6 Prozent und auf der Landstrasse zu 73,7 Prozent. Fuehrer von Sattelkraftfahrzeugen (ueber 12 t zulaessiges Gesamtgewicht) benutzen auf der Autobahn zu 42,3 Prozent den Sicherheitsgurt und auf der Landstrasse nur zu 35,4 Prozent. Schlussbericht zum Forschungprojekt 82.251/2003 (ITRD-Nummer D707750) im Auftrag der Bundesanstalt fuer Strassenwesen.

  • Corporate Authors:

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    YORCKSTR. 22
    KARLSRUHE,   DEUTSCHLAND BR  D-876185
  • Authors:
    • ROEDELSTAB, T
    • SIEGENER, W
  • Publication Date: 2004-1

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 65S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01205319
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 8:20PM