Gemeinsam Mobil. Dokumentation der Pilotschulung "Barrierefreier Zugang fuer Fahrgaeste im Rollstuhl" mit RollstuhlfahrerInnen und dem Fahrpersonal der Wiener Linien. Situationsanalyse, Entwicklung und Durchfuehrung, Bewertung. Juni/Juli und September 2003

Die Pilotschulung wurde Anfang 2003 vom Kuratorium fuer Verkehrssicherheit (KfV) in Kooperation mit dem Verkehrsanbieter Wiener Linien und der Behindertenorganisation Wiener Assistenzgenossenschaft entwickelt. Ziel des Schulungsprogramms war es, die bestehenden Mobilitaetsbarrieren im oeffentlichen Verkehr in Wien zu vermindern und Personen im Rollstuhl zur Benutzung der oeffentlichen Verkehrsmittel zu motivieren. Auch das Fahrpersonal wurde als wichtiger Akteur in die Schulungen mit einbezogen. Begleitend zu den Schulungsmassnahmen wurden auf der Homepage der Wiener Linien umfassende Informationen fuer mobilitaetsbehinderte Personen sowie Tipps fuer eine effiziente Hilfestellung online gestellt. Der ebenfalls produzierte Info-Folder "Mobilitaet fuer alle" soll auch alle anderen BenutzerInnen des OEPNV ansprechen und auf die Thematik aufmerksam machen. Der vorliegende Bericht dokumentiert die Voraussetzungen, den Aufbau und die Durchfuehrung des Pilotprojekts. Teil 1 gibt einen Einblick in den Status quo der Situation von RollstuhlfahrerInnen im oeffentlichen Verkehrsnetz der Wiener Linien. Rund 10.000 EinwohnerInnen Wiens sind auf die Benutzung des Rollstuhls angewiesen. Erst in den letzten sechs Jahren wurden seitens der Wiener Linien sukzessive infrastrukturelle Massnahmen in Richtung "barrierefreier Benutzung" fuer RollstuhlfahrerInnen getaetigt. Im 2. Teil wird ausfuehrlich auf das Modell und den Verlauf der Pilotschulungen "Fahrgaeste im Rollstuhl" eingegangen. Teil 3 beinhaltet das quantitative wie auch qualitative Feedback aller TeilnehmerInnen und der beteiligten KooperationspartnerInnen. Als besonders wichtig empfanden die RollstuhlfahrerInnen die Anwesenheit des Fahrpersonals. Bei den TeilnehmerInnen des Personals der Wiener Linien hinterliess speziell der erlebte Rollentausch einen bleibenden Eindruck. Abgerundet wird der Bericht mit einem Ueberblick ueber die begleitende Fragebogenerhebung unter RollstuhlfahrerInnen in Wien im 4. Teil. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Bedeutung des oeffentlichen Verkehrsnetzes der Wiener Linien gelegt. 127 Personen wurden erfasst. Folgende Aspekte wurden erhoben: Wahl der Fortbewegungsmittel; begleitete und nicht begleitete Mobilitaet; Infrastruktur, Fahrpersonal, Information und Service der Wiener Linien sowie gezielte Trainings- und Schulungsmassnahmen. Die Attraktivitaet der oeffentlichen Verkehrsmittel ist fuer RollstuhlfahrerInnen in Wien eher gering. 43 Prozent geben an, Orte ihrer Wahl damit nur eingeschraenkt und nicht ohne fremde Hilfe erreichen zu koennen. RollstuhlfahrerInnen brauchen zur Benutzung von oeffentlichen Verkehrsmitteln haeufig eine Begleitperson. Tendenziell wird die Strassenbahn am benutzerfreundlichsten eingeschaetzt. Der Fragebogen ist abgedruckt und die Ergebnisse werden graphisch aufbereitet praesentiert. (KfV/A)

  • Corporate Authors:

    KURATORIUM FUER SCHUTZ UND SICHERHEIT, WIEN (OESTERREICH), INSTITUT FUER VERKEHRSERZIEHUNG

    OELZELTGASSE 3
    WIEN,   OESTERREICH  A-1031
  • Authors:
    • ENGL, M
    • SCHLOEGL, W
    • SIGL, U
    • HRUNEK, M
    • WOELFL, J
  • Publication Date: 2003

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 109S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01205185
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 8:17PM