Haftung fuer Baeume auch ohne konkrete Ursache des Astabbruchs (Urteil des OLG Hamm vom 4. 2. 2003 - 9 U 144/02)

Der Verkehrssicherungspflichtige fuer einen am Strassenrand stehenden Baum hat alle Massnahmen zu treffen, die zum Schutz gegen Astbruch und Windwurf notwendig und zumutbar sind. Im Regelfall reicht hierfuer eine aeussere Sichtkontrolle, die zweimal im Jahr durchzufuehren ist, aus. Liegen besondere Umstaende vor, die der Erfahrung nach auf eine besondere Gefaehrdung hindeuten, ist eine eingehende fachmaennische Untersuchung notwendig. Derartige Umstaende koennen zum Beispiel spaerliche oder trockene Belaubung, duerre Aeste, aeussere Verletzungen, Wachstumsauffaelligkeiten oder Pilzbefall sein. Wird eine derartige Untersuchung unterlassen, haftet der Verkehrssicherungspflichtige fuer durch einen Astabbruch verursachten Schaden, weil davon auszugehen ist, dass durch die Untersuchung der Astabbruch vermieden worden waere.

Language

  • German

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  • Accession Number: 01204975
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 8:12PM