Outcome nach Polytrauma - Vergleich zwischen regionaler Versorgung versus primaerer Traumazentrumzufuehrung mittels RTH

Das Outcome insbesondere bei Patienten mit mittleren und hoeheren Verletzungsschweregraden (Polytrauma-Schweregrad 4 und 5) ist stark von der Therapiequalitaet abhaengig. Bei Patienten mit niedrigerem Schweregrad (Polytrauma-Schweregrad 3) ist das Letalitaetsrisiko praktisch 0, bei schwerstpolytraumatisierten Patienten (Schweregrad 6) ist die Mortalitaetsrate in allen Rettungs- und Versorgungsbereichen extrem hoch und schwer beeinflussbar. Bei Unfallorten weit entfernt vom Traumazentrum ist der Patiententransport mittels Rettungstransporthubschrauber (RTH) in ein Traumazentrum dem Transport via Notarztwagen (NAW) in ein Regionalkrankenhaus vorzuziehen. Insbesondere bei mittelschwer verletzten Patienten wird die Mortalitaetsrate eindeutig gesenkt. Der Transport dieser Patienten ueber weite Entfernungen in ein Traumazentrum ist der am Besten belegte Vorteil des RTH gegenueber dem bodengebundenen Rettungsdienst. Die praeklinisch aggressivere Therapie (advanced life support) ist dabei obligatorisch zum Schutz des Patienten vor Transportschaeden infolge von laengeren Transportzeiten. Im Einzugsbereich des Traumazentrums konnten keine Vorteile des RTH gegenueber der bodengebundenen Rettung gezeigt werden. Praeklinische Versaeumnisse werden kompensiert durch ein gut funktionierendes Schockraummanagement. Somit ist die Versorgung im Sinne des "scoop-and-run" in der Grossstadt durchaus legitim, wenn die klinische Erstversorgung im Traumazentrum erfolgt. Eine Sekundaerverlegung kann nur bei Patienten mittleren Verletzungsschweregrades empfohlen werden. (A)

  • Publication Date: 2003

Language

  • German

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  • Accession Number: 01204586
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 8:03PM