Freivorbau - ein modernes Bauverfahren im historischen Bestand. Der Neubau der Eisenbahn-Marienbruecke in Dresden

Nach 100 Jahren intensiver Nutzung ohne nachhaltige Instandsetzungsmassnahmen musste das Tragwerk dieser viergleisigen Eisenbahnbruecke, ein durchlaufender Fachwerktraeger in Stahlbauweise mit geschwungenen Untergurten, durch einen Neubau ersetzt werden. Beschrieben wird der alte, in statischer Hinsicht aussergewoehnliche Ueberbau, dessen Untergurt durch eine kunstvolle, konstruktive Ausbildung des rechtselbigen gesonderten Endfeldes eine dauernde Druckvorspannung erhielt. Damit konnte die Bauhoehe ueber den eigentlichen Flussoeffnungen gering gehalten werden. Der Neubau wurde um ein zusaetzliches Gleis verbreitert und musste an das bisherige aeussere Erscheinungsbild des alten Brueckenueberbaus auch hinsichtlich der Bauhoehen angepasst werden. Anstelle der ausgeschriebenen gevouteten durchlaufenden zwei Kastentraeger in Stahlbauweise mit orthotroper Fahrbahntafel kamen zwei nebeneinander liegende Spannbetonueberbauten ebenfalls mit Vouten zur Ausfuehrung. Die Herstellung erfolgte ueber den Vorlaendern auf Geruesten und von den drei Strompfeilern aus, die weiter benutzt werden konnten, symmetrisch nach beiden Seiten bis zur jeweiligen Feldmitte hin. Die Bauarbeiten mussten wegen des Hochwassers der Elbe im August 2002 eingestellt werden, und es waren besondere Massnahmen zur Sicherung des frei vorgebauten Teils des Ueberbaus und des zugehoerigen Pfeilers erforderlich. Das Gesamtkonzept und die Bauausfuehrung werden dargestellt.

  • Availability:
  • Authors:
    • WEIGELT, M
    • BRUNNER, A
    • UHLSTEIN, W
    • BOESCHE, T
  • Publication Date: 2003

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01204054
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:51PM