Die Sanierung von Austrian Airlines 1969-1971

Im Geschaeftsjahr 1967 verzeichnete das staatliche Luftfahrtunternehmen AUA einen Verlust von 42,8 Millionen Schilling. Zusammen mit dem Verlustvortrag von 101 Millionen belief sich der Gesamtverlust auf 143,8 Millionen Schilling. Der damalige oesterreichische Finanzminister Stefan Koren leitete daraufhin die notwendig gewordene Sanierung ein. In der Aufsichtsratssitzung vom 9. Dezember 1968 wurde beschlossen, keine Verlaengerung der Funktion der beiden Vorstandsmitglieder Engelbert Heidrich von der SPOE und Lambert Konschegg von der OEVP vorzunehmen. Laut AUA-Rekonstruktionsgesetz aus dem Jahr 1962 mussten bei der Bestellung von Organen das Kraefteverhaeltnis und die Vorschlaege der im Nationalrat vertretenen politischen Parteien beruecksichtigt werden. Das Gesetz schrieb ausserdem vor, dass kein Vorstandsvorsitzender zu bestellen ist, weshalb die beiden Vorstandsmitglieder immer eine gemeinsame Loesung finden mussten. Die SPOE nominierte 1968 Anton Heschgl und die OEVP Hubert Papousek fuer den neuen Vorstand. Papousek berichtet im vorliegenden Artikel ueber diese Bestellung und die Zusammenarbeit mit Heschgl. Die in den Jahren 1969 bis 1971 erfolgreich durchgefuehrte Sanierung erforderte vor allem ein Zurueckdraengen der politischen Einflussnahmen. Da es auch zu Personalabbau kam, gab es eine Reihe von Interventionen und Konflikten. Das Unternehmen wurde neu gegliedert, die Flotte umgeruestet, eine Zusammenarbeit mit der SWISSAIR eingeleitet und eine festgeschriebene Unternehmensplanung eingefuehrt. Die Sanierungsschritte werden im zeitlichen Ablauf im Detail dokumentiert. (KfV/A)

  • Authors:
    • PAPOUSEK, H
  • Publication Date: 2000

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01203955
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:49PM