Strategische Allianzen im Verkehr als wichtige Instrumente des Kooperationsmanagementes

Globalisierungstendenzen, eine dynamische Technologieentwicklung, Deregulierungsbestrebungen und der Abbau von Markteintrittsbarrieren fuehren zu wachsendem Konkurrenzdruck, dem sich das Management von Unternehmen stellen muss. Diesen Herausforderungen kann durch ein ganzheitliches integriertes Management begegnet werden. Dieses umfasst das strategische Management, dessen Massstab die Wettbewerbsposition des Unternehmens ist. Erfolgspotenziale im Verkehr sind Vorteile marktmaessiger, technologischer oder sozialer Natur, die ein Unternehmen systemmaessig gegenueber anderen Verkehrstraegern oder wettbewerbsmaessig gegenueber dem Konkurrenten gleicher Technologie auszeichnen. Um sich im evolutionaeren Wettbewerbsprozess zu behaupten, erwarben die Unternehmen in der Vergangenheit die relevanten Ressourcen und Faehigkeiten hauptsaechlich im Alleingang oder durch den vollstaendigen Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen. Der Alleingang ist jedoch zunehmend wenig erfolgversprechend. Die Akquisition stoesst auf die Grenzen der Kartellgesetzgebung und die Erfahrungen mit den Fusionen der juengsten Vergangenheit sind ebenfalls nicht ermutigend. Kooperationen weisen dagegen wesentliche Vorteile auf. Sie erleichtern unter anderem den Marktzutritt, reduzieren die Wettbewerbsintensitaet und die Kosten, bringen Know-how-Vorteile und Zeitvorteile. Kooperationen in Form von Allianzen sind vor allem in der Flugbranche zu verzeichnen. Die insgesamt 196 Fluggesellschaften der Welt gingen 1998 502 groessere und kleinere Partnerschaften ein. Kooperationen haben allerdings auch Nachteile. Sie koennen unter anderem vom Kerngeschaeft ablenken, Abhaengigkeit vom Partner mit sich bringen, die unternehmerische Flexibilitaet einschraenken und schliesslich die Selbststaendigkeit gefaehrden. Notwendig ist auf jeden Fall ein entsprechendes Kooperationsmanagement. Gruende fuer die Kooperation in der Verkehrswirtschaft sind die gemeinsame Nutzung technisch-betrieblicher Kapazitaeten, die Ergaenzung und Verdichtung des Angebots sowie die verbesserte Marktdurchdringung. Vielfach wird eine strategische Konzentration auf das Kerngeschaeft Transport angestrebt, was eine Zusammenarbeit mit anderen Betrieben bedingt. Als Partner fuer eine Kooperation kommen Verkehrsbetriebe gleicher Transporttechnologie genau so in Frage wie Verkehrstraeger oder Unternehmen anderer Branchen. Die Zusammenarbeit zwischen den Verkehrstraegern wird durch Kooperationen mit touristischen Leistungstraegern und Absatzvermittlern im Personenverkehr sowie mit Spediteuren im Gueterverkehr ergaenzt. (KfV/A)

  • Authors:
    • KASPAR, C
  • Publication Date: 1999

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01203948
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:49PM