Messung und Modellierung der Schadstoffverteilung im Nahbereich von Tunnelportalen

Strassentunnel in einem dicht besiedelten Umfeld dienen meist der Vermeidung von Laerm und Schadstoffeinwirkungen von Kraftfahrzeugen. Allerdings sind die Tunnelportale als Quellen konzentrierter Schadstoffemissionen anzusehen. Fuer die Prognose der Zusatzbelastung von NO2 aus den Portalen sind die Stickoxid-Emissionen, ihre Ausbreitung aus den Portalen und die NO2-Konvertierung auf dem Ausbreitungsweg zu modellieren. Zur Gewinnung einer Datenbasis wurden dazu an einem Wiener Strassentunnel fuenf Messstellen fuer NO und NO2 eingerichtet, die, begleitet von meteorologischen und Massenstrom-Messungen, ueber einen Zeitraum von 10 Monaten betrieben wurden. Ein wesentliches Ziel der durchgefuehrten Arbeiten war der Vergleich von Prognosen maximaler Halbstundenmittelwerte nach vier verschiedenen Ausbreitungsmodellen mit den gemessenen Halbstundenmittelwerten. Die Datenanalyse wurde fuer die Summe NOx der Stickoxide durchgefuehrt. Wesentliche Ergebnisse sind: Die Parametrisierung der NO-NO2-Konversion nach dem "Romberg"-Ansatz fuehrt zu zufrieden stellenden Ergebnissen. Die Ausbreitungsmodelle ueberschaetzen die maximalen Halbstundenwerte, in Einzelfaellen um mehr als 100 Prozent. Die Modellierung der "Vorverduennung" der emittierten Abgase durch den Luftstrom im Tunnel ist eine bedeutende Eingangsgroesse fuer die Berechnung der Abgas-Ausbreitung aus Tunnelportalen.

  • Authors:
    • PUXBAUM, H
    • ELLINGER, R
    • GRESSLEHNER, K -
  • Publication Date: 2003

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 78S
  • Serial:
    • Strassenforschung
    • Issue Number: 532
    • Publisher: Ministry of Building and Technology, Austria

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01203883
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:48PM