Spannungsrisskorrosion von Spannstaehlen mit ueberhoehter Festigkeit

Spannbeton-Bauteile erleiden oft Schaeden, deren Ursache die Spannungsrisskorrosion an den Spannlitzen oder -draehten ist. Dann wird meist eine besondere Empfindlichkeit der gezogenen Staehle gegenueber wasserstoffinduzierter Rissbildung festgestellt. Diese Sensibilitaet korreliert haeufig mit einer hohen Zugfestigkeit, die ueber dem Sollwert der Stahlsorte liegt. Ausserdem beobachtet man, dass wasserstoffinduzierte Spannungsrisskorrosion nur bei solchen Staehlen auftritt, deren Zugfestigkeit groesser als circa 1000N/mm2 ist. Es stellt sich die Frage nach der kritischen Festigkeitsgrenze, oberhalb der Spannstaehle nicht verwendet werden sollten, weil bei ihnen eine erhoehte Anfaelligkeit gegenueber Spannungsrisskorrosion zu befuerchten ist. Zeitstandversuche gemaess der Federation Internationale de la Precontrainte ergeben, dass Zugfestigkeiten oberhalb von circa 2100N/mm2 als kritisch anzusehen sind. Nach der Pruefung, die das Deutsche Institut fuer Bautechnik fuer hochfeste Litzen und Draehte verlangt, liegt die kritische Festigkeitsgrenze bei 1950N/mm2. (A)