Der Risikohaushalt des Autofahrers. Empirische Untersuchungen zu subjektiven Konzepten von Sicherheit und Risiko

In diesem Beitrag wird als Ergaenzung zu bisherigen Modellen der Risikohomoeostase, die versuchen, das Fehlen positiver Auswirkungen von Sicherheitsmassnahmen im konkreten Fall zu erklaeren beziehungsweise vorherzusagen, das Rahmenkonzept "Risikohaushalt" vorgestellt. Die Annahme eines "Risikohaushaltes" von Autofahrern verbindet dabei verschiedene Beschreibungsebenen (Risikokonzepte, Risikowahrnehmung und Risikoverhalten), verschiedene Zeitperspektiven (kurz-, mittel- und langfristige Einflussfaktoren) sowie unterschiedliche Motive von Autofahrern (Beduerfnis nach Unversehrtheit, Situationskontrolle und mittlerer Aktivierung). Die Zielsetzung dieser Rahmenkonzeption ist vor allem die Unterstuetzung der Auswahl adaequater Erhebungsmethoden sowie eine Strukturierung der Forschung. Beispielhaft werden vier Untersuchungen zur Ebene der Risikokonzepte von Autofahrern vorgestellt, die sich mit folgenden Aspekten befassen: 1. Konzepte zur Gefaehrlichkeit von Verkehrssituationen (N=65); 2. Relevanz von Einflussfaktoren auf die Risikobereitschaft (N=117); 3. Bedeutung von Fahrzeugkomponenten fuer das Sicherheitsgefuehl (N=177) und 4. Selbstbild bezueglich der eigenen Risikobereitschaft (N=64). Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass Autofahrer sehr differenzierte Konzepte hinsichtlich dieser Aspekte haben, die zum Teil erheblich mit dem Geschlecht, der jaehrlichen Fahrleistung und der eigenen Unfallerfahrung variieren. (A)

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01203654
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:25PM