Euro-Fahrt-Schreiber (EFS) fuer Kraftfahrzeuge mit erhoehtem Manipulationswiderstand. System EFS 2000. Schlussbericht

Ausgehend von einer Experimentalstudie eines elektronischen Fahrtschreibers entstand in dem Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Vorhaben "Euro-Fahrt-Schreiber EFS 2000" sukzessiv ein ganzes Fahrtschreibersystem, welches in Form von Funktionsmustern dargestellt ist. Das System wird derzeit einer praktischen Erprobung unter realen Bedingungen im Feld unterzogen. Die Aktualitaet des Themas eines elektronischen Fahrtschreibers ist zu messen an den nach Beginn des Vorhabens begonnenen Aktivitaeten der EU zur Einfuehrung eines digitalen Tachographen. Auch die juengst von den Gewerkschaften europaweit durchgefuehrte Aktion "Uebermuedung toetet" zeigt, dass die Zeit zur Einfuehrung manipulationsicherer elektronischer Fahrtschreiber reif ist. Der EFS als ein Beispiel eines europaeischen Fahrtschreibers der naechsten Generation hat Eigenschaften, welche ueber die von der europaeischen Kommission bisher beratenen technischen Spezifikationen eines digitalen Tachographen hinausgehen: Beispielsweise fuehrt der EFS eine laufende Ueberwachung der Sozialvorschriften durch und gibt dem Fahrer prospektiv Handlungsempfehlungen, waehrend die Novellierung der Verordnung (EWG) Nummer 3821/85 lediglich eine Registrierung der Zeitbudgets und Warnungen in einem starren Zeitraster vorsieht. Die telematische Abfrage des Fahrtschreibers - wie beim EFS dargestellt - ist in den Beratungen der Kommission verworfen worden. Umgekehrt erfuellt der EFS alle bislang vorgeschlagenen technischen Spezifikationen eines zukuenftigen europaeischen Tachographen. Da er zudem die einzige vollstaendig entwickelte und in der Erprobung befindliche Darstellung dieser Technologie ist, bietet er die Chance, mit Risiken behaftete technische Spezifikationen zukuenftig vorgeschriebener Fahrtschreiber zu testen. Eine solche als risikoreich eingeschaetzte Technik ist beispielsweise die vorgesehene Fahrerkarte auf Chipkartenbasis. Das FuE-Vorhaben hat erwiesen, dass ein digitaler Tachograph mit modernen elektronischen Technologien manipulationsgeschuetzt darstellbar ist, und dass er gleichzeitig Fahrern, Unternehmern und Behoerden wesentlich verbesserte Moeglichkeiten vermittelt, die Sozialvorschriften im Strassenverkehr darzustellen, anzuwenden und zu kontrollieren. Allerdings genuegt hierzu ein fahrzeugseitiges Geraet allein nicht, es bedarf vielmehr eines systemischen Ansatzes mit mehreren Komponenten im Fahrzeug, auf der Strasse, im Unternehmen und in den Werkstaetten/Servicestellen. Das hier vorgeschlagene System gewaehrt nicht nur eine erhebliche Steigerung des Komforts beim Umgang mit den Sozialvorschriften, sondern es kann auch eine deutliche Zunahme der Sicherheit im Strassenverkehr bewirken. (A) Forschungsprojekt, gefoerdert vom Bundesministerium fuer Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Bonn, und der Senatsverwaltung fuer Bauen, Wohnen und Verkehr, Berlin. Mitglieder der Forschungsgruppe System EFS 2000 waren: Daimler-Benz Aerospace AG, Ulm, K. Kolley & Partner, Berlin, Messelektronik Dresden GmbH, Dresden, Technische Universitaet Dresden, TEMIC Telefunken microelectronic GmbH, Ottobrunn.

  • Corporate Authors:

    TECHNISCHE UNIVERSITAET DRESDEN, FAKULTAET FUER VERKEHRSWISSENSCHAFT

    MOMMSENSTRASSE
    DRESDEN,   DEUTSCHLAND BR  D-01069

    Forschungsgruppe System EFS 2000

    ,    
  • Publication Date: 1998

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: III+84S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01203425
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:20PM