Vorfeldausleuchtung durch Kraftfahrzeugscheinwerfer bei Regen

Die Regensituation stellt besondere Anforderungen an ein Scheinwerfersystem. Vorgestellt werden Testreihen, in denen mit einer modular aufgebauten Scheinwerferlichtverteilung verschiedene Ausleuchtungskonzepte durch Testpersonen bewertet wurden. Fuer die Versuchsdurchfuehrung wurde eine 80 Kilometer lange Teststrecke, zusammengesetzt aus Landstrassen-, Bundesstrassen- und Autobahnabschnitten, festgelegt. Fuenf Testpersonen hatten bei Trockenheit und Naesse pro Strassentypus zweimal zwanzig dargebotene Lichtstaerkeverteilungen zu bewerten. Fuer die Bewertung wurden zwei unterschiedliche Skalen verwendet, eine fuer den Helligkeitsdruck in den Zonen der nahen und fernen Seitenausleuchtung und eine fuer die Bewertung der Homogenitaet des zentralen Vorfeldes in Abhaengigkeit von den Zonen der nahen Seitenausleuchtung. Exemplarisch werden die Ergebnisse der Testreihen mit nasser Fahrbahnoberflaeche beziehungsweise bei Regen fuer die nahe Seitenausleuchtung und die Homogenitaet des zentralen Vorfeldes praesentiert. Die Homogenitaetsuntersuchung zeigte, dass ein deutlicher Unterschied in der Bewertung zwischen der trockenen und nassen Fahrbahnsituation besteht. Die Ergebnisse stuetzen die Annahme, dass die Leuchtdichte im zentralen Vorfeld ohne wesentliche Komforteinbussen verringert werden kann. Die Bewertung der nahen Seitenausleuchtung zeigt unter anderem, dass der gewuenschte Lichtstrom bei nasser Fahrbahn auf 180 Prozent fuer die rechte und auf 220 Prozent fuer die linke Seite steigt. Aus den Gesamtergebnissen laesst sich eine "optimale" Scheinwerferlichtverteilung ableiten. Sie setzt sich folgendermassen zusammen: Grundausleuchtung mit reduziertem zentralen Vorfeld; zentrales Vorfeld mit einem anteiligen Lichtstrom von Phi = 25 Prozent; nahe Seitenausleuchtung mit einem Lichtstrom von Phi = 220 Prozent fuer die linke Seite und einem Lichtstrom von Phi = 180 Prozent fuer die rechte Seite; ferne Seitenausleuchtung mit einem Lichtstrom von Phi = 650 Prozent fuer die linke beziehungsweise Phi = 550 Prozent fuer die rechte Seite. (KfV/A)

  • Authors:
    • FREIDING, A
  • Publication Date: 1998

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01203405
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:20PM