Bewertung von Sichtverhaeltnissen im naechtlichen Strassenverkehr mit Leuchtdichteanalysatoren (bildaufloesender Leuchtdichtemesstechnik)

Die Bewertung von Sichtverhaeltnissen im naechtlichen Strassenverkehr stuetzt sich unter anderem auf die vorhandene Leuchtdichteverteilung, die sich einem Fahrer anbietet. Zur Bewertung solcher Verteilungen ist die ortsaufgeloeste Messung der Leuchtdichte das messtechnische Adaequat zum menschlichen Sehvermoegen. Dabei hat sich bisher die fotografische Leuchtdichtemessung bewaehrt. Eine digitale bildaufloesende Leuchtdichtemesskamera eroeffnet neue Moeglichkeiten zur Bestimmung von lichttechnischen Parametern und Guetemerkmalen, die sich aus den Leuchtdichten einer aufgenommenen Szene ergeben. Der wesentliche Parameter zur Bewertung von Sichtverhaeltnissen im Strassenverkehr ist die Sichtweite. Deren Berechnung stuetzt sich auf photometrische und photogrammetrische Daten. Die Berechnung der Sichtweiten aus der Leuchtdichteverteilung wird vorgestellt. Leuchtdichteverteilungen bei Daemmerung und Dunkelheit stellen hohe Anforderungen an die Messdynamik der bildaufloesenden Leuchtdichtemesstechnik. Diese Anforderungen werden bezueglich des Blickwinkels, der geometrischen Aufloesung, der Dynamik und der photometrischen Aufloesung im Zusammenhang mit den Leuchtdichtebereichen beschrieben. Anschliessend werden die unterschiedlichen Messverfahren anhand einer realen Szene verglichen. Durchgefuehrt wurde eine bildaufloesende Leuchtdichtemessung, eine fotografische Leuchtdichtemessung und eine Messung mit einem punktfoermig messenden Leuchtdichtemessgeraet. Zur Berechnung wurde beispielhaft die Beobachtungsentfernung von 20 Metern gewaehlt. Praesentiert werden die Messergebnisse fuer die bildaufloesende Messung und die Punktmessung. Die Leuchtdichten weichen geringfuegig voneinander ab. Bei Sichtweiten, die deutlich ueber 20 Meter liegen, zeigt die Berechnung, dass der untere Beinbereich deutlich sichtbar ist. Der Einsatz von Leuchtdichteszenen mit bildaufloesender Messtechnik vereinfacht die Bewertung optischer Wahrnehmungsprozesse. Neben erweiterten Moeglichkeiten im Rahmen der konkreten Messung bietet sie weitere Vorteile, naemlich Zeiteinsparung bei der Messung, Reproduzierbarkeit, programmgestuetzte Auswertung der Daten, Konstanz der Lichtverhaeltnisse. Weiters ist es moeglich, Bezuege zwischen verschiedenen Messorten zu erfassen. (KfV/A)

  • Authors:
    • FISCHBACH, I
  • Publication Date: 1998

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01203400
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:20PM