Neue Wege fuer den Freizeitverkehr

In dem Beitrag wird festgestellt, dass die klassische Verkehrsforschung den unterschiedlichen Formen von Verkehr Verkehrszwecke zuordnet. Dabei wird unter Freizeitverkehr derjenige Verkehrszweck verstanden, der weder dem Berufs- und Ausbildungspendlerverkehr noch dem der Reproduktion und Versorgung dienenden Verkehr zuzurechnen ist. Aus Gruenden der besseren Operationalisierbarkeit wurde bisher nicht nur diese Definition vorgenommen, sondern auch eine Abgrenzung vollzogen zwischen Freizeitverkehr (Tagesfreizeitverkehr sowie Kurzreisen von 1-4 Tagen) und Urlaubsverkehr (Reisen von mehr als 4 Tagen). Die in bezug auf ihre Erhebung problematischste Form des Freizeitverkehrs ist der Tagesfreizeitverkehr, der sich hauptsaechlich in Wegeketten organisiert. Die Schwierigkeit, Wegeketten in Verkehrserhebungen abzubilden, wurde zwar innerhalb der klassischen Verkehrsforschung erkannt, aber nach Meinung des Autors bisher nicht geloest. Solche Fragestellungen sollten durch die Sozialwissenschaft besetzt werden. Die deskriptiven, repraesentativen und simulierenden Betrachtungen der Verkehrswissenschaft beduerften dringend der Erweiterung durch qualitative, schliessende und verstehende Verfahren der empirischen Sozialforschung, damit die Bedeutung der Verkehrswissenschaft langfristig nicht marginalisiert werde. In der Anlage wird eine aktuelle Foerderbekanntmachung des Bundesministeriums fuer Bildung und Forschung (BMBF) zum Problemfeld "Freizeitverkehr" wiedergegeben. (Die Antragsfrist hierzu ist allerdings bereits abgelaufen).

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 261-5
  • Serial:
    • VERKEHR UND TECHNIK
    • Volume: 52
    • Issue Number: 6
    • Publisher: Firmware-Entwicklung, Lumino GmbH
    • ISSN: 0340-4536

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01203320
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:18PM