Messung der Hydratationswaermeentwicklung und Fruehverformungen des hochfesten Betons waehrend des Erhaertungsprozesses an einem Brueckenbauwerk

Im Rahmen des Streckenausbaus der A 96 Muenchen-Lindau wurde von der bayerischen Strassenbauverwaltung bei Buchloe ein zweifeldriges Ueberfuehrungsbauwerk fuer einen Wirtschaftsweg als Pilotprojekt zur Anwendung des Hochleistungsbetons im Brueckenbau ausgeschrieben. Pfeiler und Ueberbau des Brueckenbauwerks bestehen aus Hochleistungsbeton B 85. Zur Erzielung der hoeheren Festigkeiten wird beim Hochleistungsbeton im wesentlichen der Bindemittelanteil vergroessert und der Wassergehalt verringert sowie Microsilika hinzugefuegt. Hierdurch wird das Erstarrungsverhalten des Betons beeinflusst. Um eine Wissensbasis zu schaffen, die Auswirkung dieser Veraenderungen auf die Ausbildung der Zwangsbeanspruchung im jungen Beton zu beurteilen, sollten in dem Forschungsvorhaben die Temperaturen und die Fruehverformungen des Betons waehrend seiner Erhaertung gemessen werden. Zur Messung der Temperaturen wurden Messebenen in den Bauteilen angeordnet, in denen die Temperaturfuehler sowie Dehnstaebe zur Bestimmung der Fruehverformungen in einem engen Raster verlegt waren. Zur Bestimmung der Umwelteinfluesse wurden Klimadaten vor Ort aufgezeichnet und durch Wetterdaten vom Deutschen Wetterdienst ergaenzt. Durch die Messungen konnten Einfluesse aus der Witterung, der Geometrie der Baukoerper und der Betonmischung aufgezeichnet werden. Im Pfeiler befanden sich zwei horizontale Messebenen. Mit den beiden Ebenen konnten insbesondere der Einfluss des angrenzenden Fundaments auf die Temperaturbeanspruchung dargestellt werden. Fuer den Ueberbau waren drei vertikale Messebenen vorgesehen. Durch die Messungen ist ein umfangreiches Datenmaterial vorhanden. Auf dieser Basis koennen Untersuchungen zur Festlegung der erforderlichen Bewehrung zur Rissbreitenbegrenzung etwaiger Risse durchgefuehrt werden.