Der Einsturz des hoelzernen Lehrgeruestbogens der Sandoebruecke im Rueckblick

Im Jahr 1939 stuerzte der freitragende Lehrgeruestbogen der im Bau befindlichen Stahlbetonbogenbruecke bei Sandoe in Schweden waehrend des Betonierens der Bodenplatte ein. Die Spannweite des Lehrgeruestbogens betrug 247,40 Meter, die des Stahlbetonbogens 264,00 Meter. Die seinerzeitige Untersuchung der Einsturzursache brachte kein schluessiges Ergebnis. Im vorliegenden Beitrag wird eine Erklaerung aus heutiger Sicht versucht. Die Konstruktion des aus Holzbohlen in Nagelbauweise hergestellten Geruestbogens wird beschrieben und fuer die im Zeitpunkt des Einsturzes vorhandenen Belastungen werden die Spannungsnachweise und die Knicknachweise gefuehrt. Weil sowohl die groesste mittige Holzdruckspannung und auch die plastische Holzdruckspannung unterhalb der zulaessigen Werte liegen, muss die Nagelung nachgegeben haben. Diese Versagensart wurde auch bei nachtraeglichen Druckversuchen beobachtet. Eine Probebelastung des Lehrgeruestes wurde nicht durchgefuehrt. Die Sandoebruecke wurde anschliessend auf festem Lehrgeruest hergestellt und 1943 in Betrieb genommen. Titel in Englisch: Collapse of the wooden falsework arch for the Sandoe bridge in retrospect.

  • Authors:
    • Herzog, M
  • Publication Date: 1998

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 447-50
  • Serial:
    • Bautechnik
    • Volume: 75
    • Issue Number: 7
    • Publisher: Ernst (Wilhelm) and Sohn

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01203284
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:17PM