Sanfte Tour fuer die Natur. Hat Oekotourismus eine Zukunft?

Fernreisen machen bereits ein Viertel des Welttourismus aus. Ruecksicht auf Natur, auf die im Tourismus Beschaeftigten und die einheimische Bevoelkerung ist mit Massentourismus schwer vereinbar. Erlebnisreisen und Mega-Tourismus-Zentren nach dem Vorbild von Disneyworld in Florida werden als Ausweg aus der Tourismuskrise gepriesen. Das Motto lautet "Die Landschaft ist tot", also wird auf kuenstliche Inszenierung und viel Technik gesetzt. Diese zunehmende Konzentration des Tourismusgeschehens fuehrt in den betroffenen Regionen zu schweren Belastungen wie hohem Verkehrsaufkommen, Laerm und Luftverschmutzung. Gleichzeitig werden klassische Tourismusgebiete im laendlichen Raum ausgeduennt, Tourismuselemente wie intakte Natur, Ruhe und eigenstaendige Kultur gehen verloren. Der Tourismus sollte auf der einzigartigen Natur und Kultur Oesterreichs oder Europas aufbauen. Grenzen muessen anerkannt werden. Weder die Besucherzahl noch das Verkehrsaufkommen duerfen staendig wachsen. Die Naturfreunde Oesterreichs haben einen Leitfaden zur Beurteilung von Mega-Tourismus-Projekten herausgegeben. Die Naturfreunde Internationale baut eine Internetdatenbank fuer oekologische Angebote im Tourismus auf. Erforderlich sind auch globale Rahmenbedingungen. Sie sollen auf der 1999 stattfindenden Konferenz der Vereinten Nationen zu "Tourismus und Nachhaltigkeit" behandelt werden. Die Naturfreunde Internationale hat dazu ein Positionspapier ausgearbeitet. (KfV/A)

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  • German

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  • Accession Number: 01203153
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:15PM