Mobilitaetszentralen und Mobilitaetsberatung

Mobilitaetsmanagement stellt eine neue ressort- und verkehrsmitteluebergreifende Strategie dar und verfolgt einen ganzheitlichen Loesungsansatz, der sowohl konzeptionelle und technische als auch organisatorische und verhaltensorientierte Belange beruecksichtigt. Dabei stehen die individuellen Anliegen des einzelnen Verkehrsteilnehmers und daraus abgeleitet gesamtverkehrliche und staedtebauliche Ziele im Vordergrund der Aktivitaeten. Neben der Optimierung der Verkehrserschliessung und der logistischen Verknuepfung der Verkehrsangebote sind insbesondere Verbesserungen im Segment "Information und Beratung" in den Mittelpunkt der Anstrengungen zu setzen. Besondere Beachtung wird zur Zeit dem Aufbau von vernetzten nutzerorientierten Informations- und Verkehrsdiensten gewidmet. Hierzu wurde eine neue Dienstleistungsorganisation konzipiert - die Mobilitaetszentrale. Die Mobilitaetszentrale integriert alle vor Ort zur Verfuegung stehenden Betriebsformen und Verkehrsmittel der differenzierten Verkehrserschliessung und gibt Hilfestellung zur Loesung jeglicher Mobilitaetsbeduerfnisse der Bevoelkerung. Das Ziel der Serviceeinrichtung ist, unter Einsatz der EDV eine "Gesamtreiseplanung" zu offerieren, die nicht an den Zustaendigkeitsgrenzen der Verkehrsunternehmen, der Kommunen oder sonstiger Anbieter endet. Die erste Mobilitaetszentrale wurde in Hameln, weitere unter anderem in Wuppertal, Frankfurt, verschiedenen Kreisen des Muensterlandes und in Muenster eingerichtet. Die Organisation und Traegerschaft findet derzeit in enger Kooperation zwischen Verkehrsunternehmen und den Staedten/Kreisen statt. Die Resonanz ist hervorragend, die Imagebildung sehr gut. Zur Zeit scheint sich die Kombination "Publikumsverkehr mit einem integrierten Call-Center" als beste Loesung heraus zu kristallisieren. In Hameln und Wuppertal werden jeden Monat circa 11.000 Anfragen beantwortet. Das Konzept der Mobilitaetszentrale und die Entwicklung des Mobilitaetsmanagements wurden am Lehr- und Forschungsgebiet Oeffentliche Verkehrssysteme der Universitaet-GH Wuppertal entwickelt und durch einen Arbeitskreis der Forschungsgesellschaft fuer Strassen- und Verkehrswesen (FGSV), Arbeitsausschuss Oeffentlicher Verkehr, begleitet. Bereits 1995 wurden erste Ergebnisse in Form des Arbeitspapiers Nummer 38 veroeffentlicht.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01203092
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:13PM