Permanente Kinderunfallerfassung. Unfaelle von Kindern im Strassenverkehr - Eine Untersuchung im Rahmen der permanenten Unfallerfassung in ausgewaehlten Kinderkliniken

Im Februar 1996 wurde mit der permanenten Erhebung von Unfalldaten in Kinderkliniken begonnen. Im Jahre 1998 wurden die Daten der ersten beiden Erhebungsjahre von 4 Kliniken mit insgesamt 7.000 bis 8.000 Unfallbehandlungen pro Jahr ausgewertet. Unter anderem wurden folgende Ergebnisse festgestellt: Der Anteil der 0- bis 4jaehrigen Kinder betrug im zweiten Jahr 22,7 Prozent gegenueber nur 18,2 Prozent im ersten Jahr, dagegen sank der Anteil der 10- bis 14jaehrigen von 37,9 Prozent auf 32,9 Prozent. Mehr als die Haelfte der Kinder verunfallte im Strassenverkehr als Radfahrer, etwa ein Viertel als Fussgaenger, 15 Prozent als Mitfahrer (Pkw, Motorrad) und 5 Prozent als Mofafahrer. Dabei hat der Anteil der Radfahrer relativ deutlich abgenommen, der der Fussgaenger zugenommen. Bedenklich ist die Zunahme der Radunfaelle bei den 5- bis 9jaehrigen. Im allgemeinen sind die Verletzungen bei Unfaellen relativ schwer: Fast 30 Prozent sind Frakturen, rund 20 Prozent sind intrakranielle Verletzungen. Insgesamt fast 60 Prozent betreffen Kopfverletzungen. Von den verunfallten Radfahrern haben im ersten Jahr 12,2 Prozent, im zweiten Jahr 17,6 Prozent einen Helm getragen. Waehrend von den Helmtraegern nur rund 40 Prozent Kopfverletzungen erlitten, sind es bei denjenigen ohne Helm ca. 50 Prozent. Im uebrigen wurde festgestellt, dass die Quote des Helmtragens mit hoeherem Sozialstatus zunimmt.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 83-4
  • Monograph Title: Internationale Verkehrsumfrage SARTRE 2 - Schweizer Resultate
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Filing Info

  • Accession Number: 01202880
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:09PM