Tunnelbautechnische Grundsatzentscheidungen fuer den Bau neuer Eisenbahn-Schnellfahrstrecken fuer die Deutsche Bahn AG

Die zahlreichen Erfahrungen, die beim Bau der Tunnel auf den Schnellfahrstrecken Hannover-Wuerzburg und Mannheim-Stuttgart gesammelt wurden, haben Eingang in das Regelwerk der Deutschen Bahn (DB) AG gefunden und stehen zur Anwendung bei der Planung und dem Bau kuenftiger Tunnel zur Verfuegung. Erfahrungen aus dem Betreiben der Schnellfahrstrecken (SFS) fuehrten bei der Planung neuer Strecken zu grundsaetzlichen Ueberlegungen hinsichtlich der Optimierung der Entwurfsparameter nach Komfort-, Wirtschaftlichkeits- und Technikgesichtspunkten. Hier ist insbesondere die Querschnittsgestaltung neuer Tunnel von Interesse. Auch die Frage der Anordnung von zwei eingleisigen Tunnelroehren statt eines zweigleisigen Tunnels wurde eingehend untersucht. Sie hat unter anderem Auswirkungen auf das Betriebs-, Instandhaltungs- und Sicherheitskonzept. Durch den verstaerkten Einsatz von Tunnelbohrmaschinen (TBM) wird die Tuebbingbauweise impliziert. Daraus ergibt sich fuer Eisenbahntunnel mit ihren grossen Querschnitten, die mit hohen Geschwindigkeiten befahren werden sollen (300 km/h), die Notwendigkeit zu untersuchen, ob ein ein- oder zweischaliger Ausbau erforderlich ist. Elektrisch betriebene Eisenbahnstrecken stellen besondere Anforderungen an die Ausruestung von Tunneln, zum Beispiel Triebstromrueckfuehrung, Erdung, Befestigung der Oberleitung und anderer Ausruestungsgegenstaende. Die Beruecksichtigung dieser Anforderungen war beim Einsatz von Ortbeton mit dem ueblichen konstruktiven Aufwand moeglich. Der Einsatz von Tuebbingen erfordert grundsaetzlich neue Ueberlegungen zur Problemloesung. Weitere wichtige Fragen, die zu untersuchen waren, befassten sich mit dem Problem der bewehrten oder unbewehrten Tunnelinnenschale und der Optimierung der Abdichtung hinsichtlich Wirksamkeit, Dauerhaftigkeit und Kostenminimierung. Bei der Deutschen Bahn AG befinden sich derzeit umfangreiche Tunnelbaumassnahmen auf den Strecken Koeln-Rhein/Main, Nuernberg-Ingolstadt, Nuernberg-Erfurt und Erfurt-Halle/Leipzig und anderen in Planung. Hinzu kommen die Fernbahntunnel in Berlin. Damit ist eine breite Anwendungsbasis fuer die ueberarbeiteten Entwurfsparameter gegeben. (A) Titel in Englisch: Decisions of general principle regarding the tunnel construction of new high-speed lines for the Deutsche Bahn AG; Titel in Franzoesisch: Decisions de principe en matiere de conception de tunnels pour la realisation de lignes ferroviaires a grande vitesse pour la Deutsche Bahn AG. Beitrag zum World Tunnel Congress/STUVA-Tagung 1995 "Weltneuheiten im Tunnelbau" in Stuttgart.

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01202805
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-87094-635-0
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:07PM