Autobahntunnel "Koenigshainer Berge" im Verlauf der Bundesautobahn A4 zwischen Bautzen und Goerlitz

Beschrieben wird der Bau des mit 3,3 Kilometer Laenge derzeit laengsten deutschen Strassentunnels. Die beiden Richtungsfahrbahnen der A 4 verlaufen in getrennten Tunnelroehren. Die Breite der Fahrbahnen zwischen den Borden betraegt 7,50 Meter. Die beidseitigen Notgehwege, unter denen Kabelschutzrohre verlegt wurden, sind 1,00 Meter breit. Die Roehren wurden mit Pannenbuchten sowie Verbindungsstollen versehen, die im Notfall auch als Fluchtstollen dienen sollen. Die Roehren erhielten eine einfache Laengslueftung mit je 6 Luefterpaaren in den Portalbereichen. An beiden Portalen wurde je ein Betriebsgebaeude mit den fuer den Betrieb des Tunnels notwendigen Einrichtungen erstellt. Die Steuerung der Tunnel erfolgt automatisch. Eine staendige personelle Besetzung der Betriebsgebaeude ist nicht erforderlich. Meldungen ueber Betriebsstoerungen erfolgen an die Autobahnmeisterei. Der Tunnel durchfaehrt den Gebirgsstock der Koenigshainer Berge, der ein Teil des Lausitzer Granitmassivs ist. Im Lauf der Zeit ist der Gebirgsstock stark verwittert und ist zum Teil bis unter die Tunnelsohle zerklueftet. Beide Roehren wurden in Spritzbetonbauweise hergestellt. Der Hohlraum wurde in Anpassung an die oertlichen Gebirgsverhaeltnisse im Bohr- und Sprengverfahren abschnittsweise hergestellt. Die Baudurchfuehrung, Ausbruch und Sicherung des Gebirges, die Anwendung von Stahlfaserspritzbeton, der Betoninnenausbau sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer werden eingehend beschrieben.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 214-9
  • Serial:
    • TIEFBAU TBG
    • Volume: 111
    • Issue Number: 4
    • ISSN: 0944-8780

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01202608
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 7:03PM