Besonderheiten der Betontechnologie bei Tunnelinnenschalen

Bei Tunnelinnenschalen ist anzustreben, dass sich moeglichst wenig Zwangspannungen aufbauen. Vorteilhaft ist dazu, wenn die Innenschale von der Aussenschale getrennt ist, zum Beispiel durch ein Vlies oder eine Folie. Bei Verbund der beiden Schalen steigt die Gefahr der Rissbildung deutlich an. Durch entsprechende rissbreitenbeschraenkende Bewehrung koennen die Risse ausreichend schmal gehalten werden. Darueber hinaus kann die Reissneigung des Betons selbst durch wirksame betontechnologische Massnahmen klein gehalten werden. Diese Massnahmen zielen insbesondere auf eine geringere Erwaermung hin. Jedoch ist gleichzeitig eine ausreichend rasche Festigkeitsentwicklung des Betons anzustreben, um ein zielsicheres Ausschalen der Innenschale nach bereits 9 bis 12 Stunden zu ermoeglichen, was mit einer schnellen Freisetzung der Hydratationswaerme einhergeht. Als wirksame Massnahmen haben sich erwiesen: - Begrenzung der Frischbetontemperatur auf etwa 15 bis 20 Grad Celsius; - Auswahl eines guenstigen Zementes, der einerseits zu einer nicht allzu hohen Erwaermung fuehrt und gleichzeitig eine ausreichend rasche Festigkeitsentwicklung aufweist; - teilweiser Austausch des Zements gegen Flugasche. Durch entsprechende Kombination von sinnvoll festgelegter Mindestbewehrung und optimierter Betonzusammensetzung koennen dauerhafte und wasserundurchlaessige Tunnelinnenschalen auch ohne zusaetzliche Abdichtung hergestellt werden. (A)

  • Authors:
    • BREITENBUECHER, R
    • DAMS, S
  • Publication Date: 1996

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01202278
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:56PM