DREI CRASHTESTREIHEN ZUR ERMITTLUNG VON KOLLISIONSGESCHWINDIGKEITEN

Es wurden Crashtestreihen mit verschiedenen Versuchsvarianten durchgefuehrt: Exzentrische Kollision Pkw/Pkw unter einem Winkel von 90 Grad sowie 60 Grad mit einem oder zwei bewegten Fahrzeugen, Heckaufprallversuche Pkw/Pkw mit Ueberdeckungen von 100 Prozent und 30 Prozent sowie Pkw-Baumaufprallversuche im lateralen Bereich der Fahrzeugfront und des Fahrzeughecks. Ziel dieser Untersuchungen war die Beantwortung der Frage, ob einzelne Anknuepfungstatsachen wie Endstellung, Verdrehwinkel, Ausbildung einer Spurenanomalie, Lage des Splitterfeldes oder Auspraegung des Schadenbildes der beteiligten Fahrzeuge Hinweise auf die Kollisionsgeschwindigkeiten zulassen. Als Hauptergebnis fuer die Versuchsreihe "Exzentrische Kollision" konnte festgestellt werden, dass fuer das stossende Fahrzeug auch bei stehendem Kollisionspartner eine seitliche Ablenkung festzustellen ist. Fuer die Versuchsreihe "Front-/Heckkollisionen" konnte ermittelt werden, dass speziell bei hoeheren Kollisionsgeschwindigkeiten die Ergebnisse der von der Industrie durchgefuehrten Crashtests gegen eine Barriere nur bedingt uebertragen werden koennen. Fuer die dritte Versuchsreihe (Pkw/Baumaufprall) konnte ermittelt werden, dass die Karosseriestruktur einen entscheidenden Einfluss auf das Beschaedigungsbild hat. So traten bei Stufenheckfahrzeugen zum Teil um 50 Prozent groessere statistische Eindringtiefen im Vergleich zum entsprechenden Schraegheckmodell auf.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01202268
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:56PM