Ortung von Spannstahlbruechen in metallischen Huellrohren

Zur fruehzeitigen Erkennung von Spanndrahtbruechen in Spanngliedern wurde das Remanenzmagnetismus-Bruchortungs-Verfahren (ReMBO-Verfahren) entwickelt. Zerstoerungsfrei wird das charakteristische Streufeld geortet, das sich an Bruchstellen remanent magnetisierter Spanndraehte ausbildet. Es wurden Geraete zur Magnetisierung und die Sensoreinheit zur Messung der magnetischen Flussdichte entwickelt. Das Aufmagnetisieren der Spannglieder wurde hinsichtlich einer definierten Magnetisierung optimiert. Es werden gezielt verschiedene magnetische Zustaende der Stahlbetonbewehrung erzeugt, um Nutzsignale (Spannstahlbrueche) von Stoersignalen (Stahlbetonbewehrung) zu unterscheiden. In den Versuchsreihen wurden folgende Parameter untersucht: - die Betondeckung; - die Lage der Brueche in einem Spanngliedquerschnitt; - die Anzahl der Brueche in einem Spanngliedquerschnitt; - der Abschirmeffekt des Huellrohrs; - die Bruchweite; - der Abstand der Brueche entlang der Spanngliedachse (Ueberlagerungseffekte) und die magnetischen Materialeigenschaften der Staehle. Es wurden numerische Auswertungsverfahren entwickelt. Die Laboruntersuchungen wurden durch Feldmessungen ergaenzt. Brueche einzelner Spanndraehte in Spanngliedern werden mit dem ReMBO-Verfahren detektiert. Die Betondeckung und die Staerke der Stoersignale bestimmen die Nachweisgrenze. Einzelbrueche remanent magnetisierter Staebe werden in den meisten Faellen bis zu einer Betondeckung, die etwa das Zwanzigfache ihres Durchmessers betraegt, detektiert. Das Huellrohr hat auf die Interpretierbarkeit der Messdaten keinen Einfluss. Die Bruchsignalstaerke ist proportional zu der Querschnittsschwaechung und haengt ausserdem von der Bruchweite ab. Die Bruchweite ist mit ReMBO-Verfahren nicht messbar und muss bei der Abschaetzung des Schaedigungsgrades geschaetzt werden. Magnetoelastische Einfluesse auf die Remanenz der Spannstaehle sind bei der Signalinterpretation zu beruecksichtigen. Der Einsatz des Verfahrens fuer Bauwerkuntersuchungen erfordert geschultes Personal; die Auswertung der Messdaten muss noch durch Fachleute erfolgen. (A) Abschlussbericht zum Projekt IV/1-5-672/92; 7.150 (IDS-Nummer D704728), gefoerdert vom Deutschen Institut fuer Bautechnik, Berlin.

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  • Corporate Authors:

    FRAUNHOFER IRB VERLAG

    NOBELSTR. 12
    STUTTGART,   DEUTSCHLAND BR  D-70569
  • Authors:
    • HILLEMEIER, B
    • SCHEEL, H
  • Publication Date: 1999

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 117-22
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01202214
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:55PM