Bruecken der Bundesfernstrassen. Grundsaetze fuer Entwurf, Ausfuehrung und Erhaltung

Es wird ueber die in der Bundesrepublik Deutschland entwickelte Vorgehensweise fuer Entwurf, Baudurchfuehrung und Erhaltung von Bruecken im Bereich der Strassenbauverwaltungen berichtet. Der Bund ist Eigentuemer der Bundesautobahnen und - mit nur geringen Einschraenkungen - (Anmerkung des Bearbeiters) auch der Bundesstrassen. Ihm obliegt es, unter anderem die Ausbauplaene fuer die Bundesfernstrassen aufzustellen, die Haushaltsmittel fuer den Bau und die Erhaltung bereit zu stellen und den Qualitaetsmassstab fuer seine Bauten festzulegen. Er uebt die Fachaufsicht ueber die Strassenbauverwaltungen der Laender aus, denen die Detailplanung, der Bau und die Erhaltung der Bundesfernstrassen durch das Grundgesetz als Auftragsverwaltungen uebertragen worden ist. Den deutschen Brueckenbau zeichnet ein hohes Qualitaetsniveau bei Entwurf, Konstruktion und Bauausfuehrung aus, sowie die gestalterische Vielfalt der Systeme und Formen in den jeweiligen Bauweisen Beton, Stahl und Stahl-Verbund. Wesentliche Entscheidungen ueber die Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit und Nutzungsdauer eines Bauwerks werden bereits bei der Entwurfsplanung, das ist die Entscheidung ueber Baustoff, statisches System, Mindestquerschnitte, Gruendung, konstruktive Einzelheiten und Bauverfahren getroffen. Deshalb wurden Grundsaetze fuer den Bauwerksentwurf entwickelt, die generell einzuhalten sind. Sie wurden unter anderem in "Richtzeichnungen" festgehalten und werden beispielhaft angegeben. In gleicher Weise wurden Grundsaetze fuer die Ausschreibung und Auftragsvergabe und die Bauausfuehrung erarbeitet und verbindlich eingefuehrt. Eine besonders wichtige Aufgabe der Strassenbauverwaltungen ist die regelmaessige fachkundige, sorgfaeltige Ueberwachung und Pruefung der bestehenden Bruecken und sonstigen Bauwerke gemaess DIN 1076. Um einheitliche vergleichbare Bewertungen zu erhalten, die auch eine rechnergestuetzte Auswertung ermoeglichen, wurde eine entsprechende Richtlinie erarbeitet, mit der auch Tendenzen, Veraenderungen und Schadensentwicklungen verfolgt werden koennen. Wegen der immer groesser werdenden Anzahl der Bauwerke und des sich daraus ergebenden hoeheren Finanzbedarfs ist die Schaffung eines Management-Systems fuer Bruecken (BMS) vorgesehen, das alle technischen und operativen Funktionen umfassen muss, die fuer den Betrieb und die Verwaltung des Brueckenbestandes erforderlich sind. Als weitere kuenftige Aufgabe kommt die Umsetzung der neuen europaeischen Regelwerke auf die Strassenbauverwaltungen zu. Diese zu leistende Arbeit wird enorm sein.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01202186
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:54PM