Anwendung hochfesten Betons im Brueckenbau

Das Forschungsvorhaben untersucht die Anwendung des hochfesten Betons im Brueckenbau. Fuer den Spannbetonbau mit dem Brueckenbau als wesentliche Anwendung bestehen bis heute in Deutschland keine normativen Regelungen fuer die Bemessung und Konstruktion von Bauwerken mit hochfestem Beton. Beim Stahlbetonbau sind die technischen Regelungen mit der Anwendungsrichtlinie des DAfStb geschaffen worden. In dem Vorhaben werden Beitraege fuer die notwendigen technischen Regelwerke geliefert. Dabei soll zunaechst die derzeitige deutsche Norm fuer den Spannbetonbau DIN 4227 erweitert werden. Mit dem Beibehalten des vertrauten Normenkonzeptes soll die Akzeptanz des neuen Baustoffs gefoerdert werden. Fuer die Erweiterung der Spannbetonnorm auf den Hochleistungsbeton muessen die geaenderten Materialeigenschaften angemessen beruecksichtigt werden. Hierzu wurden zum einen die Materialeigenschaften basierend auf einer Literaturrecherche zusammengestellt und zum anderen Festlegungen zu den Eigenschaften in internationalen Normen verglichen. Zur Fortschreibung der DIN 4227 Teil 1 wurden saemtliche Regelungen bezueglich der Uebertragbarkeit auf den Hochleistungsbeton untersucht. Das vorliegende Ergebnis entspricht formal der Richtlinie fuer hochfesten Beton des Deutschen Ausschusses fuer Stahlbeton. Auch wenn die heutige Entwicklung der Normen, zum Beispiel Bearbeitung der DIN 1045-1, auf moderneren Konzepten beruht, so bietet der gewaehlte Weg die Moeglichkeit, Vergleichsrechnungen zwischen der DIN 1045-1 und der DIN 4227 Teil 1 ueber alle Festigkeitsklassen fuehren zu koennen. Darueber hinaus konnten Details aus dem Forschungsvorhaben in die Diskussion der DIN 1045-1 eingebracht werden. Die vorgeschlagenen Bemessungsregeln wurden beispielhaft fuer Brueckenbauwerke angesetzt, um die konstruktiven Moeglichkeiten des Hochleistungsbetons fuer den Brueckenbau aufzeigen zu koennen.