Parkkonzepte der Staedte - Instrumente und Probleme

Flaechendeckende Parkraumkonzepte werden als wichtige Grundlage fuer gesamtstaedtische Bemuehungen um mehr Lebensqualitaet bezeichnet. Die Steuerung des ruhenden Verkehrs erfolgt ueber fuenf Elemente: 1) das Parkraumangebot, 2) die Parkgebuehren, 3) die erlaubte Parkdauer, 4) die Bevorrechtigung bestimmter Nutzergruppen und 5) ueber eine konsequente Ueberwachung. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Staedtetages hat zu folgenden Ergebnissen gefuehrt. Die Parkgebuehren werden fast nur noch ueber Parkscheinautomaten erhoben; Parkuhren gibt es kaum noch. Je nach Lage werden Gebuehren in unterschiedlicher Hoehe erhoben; die Zahl der Tarifzonen sollte wegen der gebotenen Uebersichtlichkeit auf drei begrenzt werden. Im Hinblick auf die Bauordnungen der Laender wird dafuer plaediert, die landesrechtliche Stellplatzpflicht nicht ersatzlos aufzuheben, weil dann die Staedte fuer ein ausreichendes Angebot auf staedtischen Flaechen sorgen muessten. Vor dem Hintergrund des Grundsatzurteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 28.5.1998 wird die Problematik der Anwohnerparkzonen diskutiert; der neu zu fassende Anwohnerbegriff und die Ausdehnung der Zonen werden eroertert. Als Ergebnis wird festgehalten, dass die Attraktivitaetssteigerung der Innenstaedte eine konsequente Parkraumbewirtschaftung voraussetzt, die auch dazu beitraegt, durch eine Verteuerung des Autofahrens die Nutzung des oeffentlichen Personennahverkehrs zu foerdern. Auf keinen Fall sollte auf Parkgebuehren verzichtet werden, weil dann die Berufspendler einen Grossteil der oeffentlichen Parkflaechen blockieren wuerden.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 58-62
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01202003
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:50PM