Verdrehfaehigkeit plastizierter Tragwerksbereiche im Stahlbetonbau

Wird der Tragfaehigkeitsnachweis statisch unbestimmter Stahlbetontragwerke mit dem Traglastverfahren durchgefuehrt, muss sichergestellt sein, dass die Verdrehfaehigkeit der plastischen Gelenke ausreichend gross ist. Zur Bestimmung der Verdrehfaehigkeit plastizierter Tragwerkbereiche wurde ein Rechenmodell mit wirklichkeitsnahen Last-Verformungsbeziehungen des Betons, des Bewehrungsstahles und des Verbundes aufgestellt, das ausreichend genaue Ergebnisse liefert. Die Verdrehfaehigkeit resultiert im wesentlichen aus den Verformungen des Zuggurtes und damit aus den in den Rissquerschnitten vorhandenen Stahldehnungen und der Mitwirkung des Betons zwischen den Rissen, die im plastischen Bereich wesentlich groesser ist als im elastischen. Tritt Stahlversagen auf, wird die Rotationskapazitaet wesentlich durch die Form der Stahlkennlinie im plastischen Bereich beeinflusst. Eine geringe Dehnfaehigkeit und ein kleines Zugfestigkeits-Streckengrenzenverhaeltnis reduzieren die Verdrehfaehigkeit erheblich. Durch eine Schubrissbildung wird der Traegerbereich mit plastischen Stahldehnungen vergroessert, was sich guenstig auf die Verdrehfaehigkeit auswirkt. Titel in Englisch: Rotation capacity of plastic hinges in reinforced concrete; Titel in Franzoesisch: La capacite de rotation de charnieres plastiques en beton arme.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201966
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-410-65684-7
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:50PM