Zuverlaessigkeit des Verpressens von Spannkanaelen unter Beruecksichtigung der Unsicherheiten auf der Baustelle

Die vollstaendige und zuverlaessige Huellrohrverpressung mit Zementmoertel von Spanngliedern mit nachtraeglichem Verbund ist fuer den dauerhaften Korrosionsschutz des Spannstahls entscheidend. In der Vergangenheit sind an Spannbetonbauwerken haeufig mangelhaft verpresste Huellrohre vorgefunden worden. Korrosion des Spannstahls war oft die Folge dieses Mangels. Im Rahmen der vom Deutschen Ausschuss fuer Stahlbeton (DAfStB) gefoerderten Forschungsarbeit sollten Moeglichkeiten zur Verbesserung der Zuverlaessigkeit beim Verpressen von Spanngliedern aufgezeigt werden. Die Qualitaet der Spanngliedinjektion haengt unter anderem von Moerteleigenschaften, Mischverfahren, konstruktiver Durchbildung des Spanngliedverlaufes sowie von der Sorgfalt der Ausfuehrung ab. Die einzelnen Elemente beeinflussen sich zumeist gegenseitig. Derzeit fehlen geeignete Kriterien fuer die Materialauswahl ebenso wie zuverlaessige Verfahren zur Pruefung des Verpresserfolges. Anhand von Versuchsergebnissen wurden Zusammenhaenge zwischen physikalisch-chemischen Zementeigenschaften und Frischmoerteleigenschaften sowie der Einfluss unterschiedlicher Temperaturen auf die Moerteleigenschaften aufgezeigt. Ausserdem wurden Moeglichkeiten zur Moertelmodifikation untersucht. Ziel war die Herstellung von Moerteln mit robusten Eigenschaften. Kriterien zur Materialauswahl, speziell zur Zementauswahl konnten abgeleitet werden. Die Pruefung der Moerteleigenschaften erfolgte zunaechst nach den Normpruefverfahren. Aufgrund der Europaeischen Normung werden sich Aenderungen bei den Pruefverfahren ergeben. Die Pruefverfahren wurden deswegen im Hinblick auf ihre Aussagekraft und Eignung unter Baustellenbedingungen verglichen. Da die Fliess- und Erhaertungsbedingungen des Moertels im Huellrohr sehr verwickelt sind, wurden diese neben den Normpruefverfahren unter wirklichkeitsnahen Verhaeltnissen an Modellspanngliedern untersucht. Mit diesen Versuchen wurde unter anderem das Verpressen langer Spannglieder modelliert. Bei der Stroemung des Moertels im Huellrohr handelt es sich um eine laminare Rohrstroemung, wobei der Moertel Nicht-Newtonsche Eigenschaften besitzt. Mit Hilfe der Stroemungsmechanik konnten Modelle fuer die Scherspannung und die scheinbare Viskositaet des Moertels abgeleitet werden. Anhand von Messungen auf Baustellen konnte gezeigt werden, dass der Verpressvorgang zur Qualitaetssicherung on-line ueberwacht werden kann. Schliesslich wurde ein Modell zum Abschaetzen des Druckverlustes beim Verpressen von Spanngliedern abgeleitet. (A) Titel in Englisch: Reliability of the grouting of tendons under consideration of uncertainties under on-site conditions; Titel in Franzoesisch: Surete de l'injection de gaines de precontrainte compte tenu des incertitudes sur le chantier. Bericht zum Forschungsprojekt V 343 (IDS-Nummer 704774), gefoerdert vom Deutschen Ausschuss fuer Stahlb

Language

  • German

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  • Accession Number: 01201957
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-410-65676-6
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:49PM