Massnahmen zur Reduzierung des Unfallrisikos bei jungen Fahranfaengern und aelteren Verkehrsteilnehmern

Junge Fahranfaenger zwischen 18 und 24 Jahren haben das hoechste Risiko in Unfaelle verwickelt und dabei getoetet zu werden. In Deutschland gehoerte 1996 jeder fuenfte Verkehrstote dieser Altersgruppe an. Innerhalb der Europaeischen Union verungluecken jaehrlich 15.000 Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren bei Verkehrsunfaellen toedlich. Zur Reduzierung der hohen Unfallgefaehrdung dieser Altersgruppe wurde in Deutschland am 1. 11. 1996 der Fuehrerschein auf Probe eingefuehrt. Die Probezeit betraegt 2 Jahre. Waehrend dieser Zeit hat der Fuehrerscheininhaber die vollen Rechte der betreffenden Fahrerlaubnisklasse. Faellt der Inhaber des Probefuehrerscheins waehrend der Probezeit nicht durch Verkehrsverstoesse auf, gilt die Fahrerlaubnis nach Ablauf der 2 Jahre automatisch als endgueltig erteilt. Massnahmen durch die Fahrerlaubnisbehoerde werden eingeleitet, wenn der Probefuehrerscheininhaber bestimmte Verkehrsverstoesse begeht, die in zwei Gruppen eingeteilt sind. In Gruppe A fallen schwerwiegende Verstoesse, bei denen der Probefuehrerscheininhaber auf jeden Fall an einem Nachschulungskurs teilnehmen muss. In Gruppe B fallen leichtere Verstoesse, wobei erst zwei solcher Gesetzesuebertretungen die verpflichtende Nachschulung nach sich ziehen. Beim Alkoholverstoss ist ein besonderer Nachschulungskurs zu absolvieren. Obwohl der Anteil der jugendlichen Fahranfaenger an Unfaellen tendenziell zurueckgeht, bleibt ein erheblicher Handlungsbedarf. So wird derzeit eine Verlaengerung der Probezeit von 2 auf 4 Jahre fuer alle Fuehrerscheinneulinge, welche die Fahrpruefung vor ihrem 23. Geburtstag ablegen, in Erwaegung gezogen. Hingegen wird bei aelteren Verkehrsteilnehmern kein Handlungsbedarf fuer besondere gesetzgeberische Massnahmen gesehen, da diese Altersgruppe nach den vorliegenden Statistiken nicht haeufiger Verkehrsunfaelle verursacht als andere Fahrergruppen. Auch obligatorische Gesundheitsuntersuchungen ab Erreichen einer bestimmten Altersgrenze werden abgelehnt, regelmaessige freiwillige Untersuchungen fuer Verkehrsteilnehmer aller Altersgruppen werden jedoch empfohlen. Zur Gesamtaufnahme siehe IDS-Nummer D335463. (KfV/H)

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201768
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 3-7070-0013-3
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:45PM