WIEDERERTEILUNG DER FAHRERLAUBNIS NACH FUEHRERSCHEINENTZUG WEGEN TRUNKENHEIT AM STEUER

Es wurden Fuehrerscheinakten von 395 Fahrern, die in den Jahren 1991 und 1992 wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt worden waren, bei den zwei Verwaltungsbehoerden der Stadt und des Landkreises Ulm (Donau) eingesehen. Von den Fahrern waren fuenf Jahre spaeter etwa drei Viertel wieder in den Besitz der Fahrerlaubnis gekommen, auf dem Lande mehr als in der Stadt. Die uebrigen Fahrer hatten vermutlich aufgrund ihrer Alkoholproblematik (einschlaegige Vorstrafen, hohe Promillewerte bei der Fahrt) die Fahrerlaubnis nicht mehr beantragt oder waren bei der Eignungsuntersuchung unguenstig beurteilt worden. Einer medizinisch-psychologischen Eignungsuntersuchung hat sich etwa ein Drittel aller Fahrer unterzogen. Ungefaehr 30 Prozent hatten an einem Nachschulungskurs teilgenommen. Waehrend vor der in den Jahren 1991 bis 1992 erfolgten Trunkenheitsfahrt etwa 30 Prozent einschlaegig vorbelastet waren, sind danach innerhalb eines Zeitraums von fuenf Jahren 16,2 Prozent rueckfaellig geworden. Dies bedeutet, dass Trunkenheitsfahrer in hohem Masse ueberdauernde Fehlverhaltensweisen zeigen und es sich bei dem von uns in der Untersuchung erfassten Delikt nicht um ein einmaliges Versagen in einer Ausnahmesituation gehandelt hat. (A) Titel in Englisch: Regranting of driver licences after drink driving offences.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 366-71
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 35
    • Issue Number: 5
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201514
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:40PM