"DER ANDERE KLIENT". ZU DEN BESONDERHEITEN UND PROBLEMEN DER THERAPIE AUFFAELLIGER VERKEHRSTEILNEHMER

So wie alkoholauffaellige Kraftfahrer und Fahrer mit hohem Punktestand sich von "normalen" Verkehrsteilnehmern unterscheiden, so unterscheiden sich diese Personen in der Therapie auch von den "normalen" Therapiepatienten. Alhoholauffaellige haben zum Beispiel in der Regel einen jahrelangen exzessiven Alkoholkonsum hinter sich, der als "Belohnung" bezeichnet wird. Die Ursache wird in sozialen Faktoren gesehen. Alkohol wird auch als Medikament eingesetzt. Die Klienten haben meist wenig Problemeinsicht. Aufgrund der Rahmenbedingungen erleben sie sich als ausgeliefertes Objekt, der Aufwand zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis wird als Doppelbestrafung erlebt. Stoerfaktoren fuer die Therapie der auffaelligen Fahrer liegen insbesondere bei der Justiz, bei den Verwaltungsbehoerden und bei den Gutachtern der Medizinisch-Psychologischen Untersuchungsstellen. Zur Verbesserung der Situation werden Aenderungsvorschlaege formuliert, die als grundlegende Rahmenbedingungen einer qualitativ hochwertigen Ausuebung verkehrspsychologischer Taetigkeit angesehen werden (zum Beispiel Evaluation verkehrspsychologischer Methodik, Weiterentwicklung der verkehrspsychologischen Diagnostik, Etablierung einer "Psychologischen Pruef- und Schlichtungsstelle", Massnahmen zur Qualitaetssicherung). Beitrag zum Arbeitskreis Beratung und Therapie des 36. BDP Kongresses fuer Verkehrspsychologie in Dresden, 18.-20. September 1996. Siehe auch Gesamtaufnahme des Kongresses, IDS-Nummer D341101

Language

  • German

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Subject/Index Terms

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  • Accession Number: 01201475
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-931589-06-4
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:39PM