ERFORDERLICHE ABWEICHUNG ZWISCHEN BLICK- UND FAHRTRICHTUNG FUER DIE SICHERE FORTBEWEGUNG BEIM BEFAHREN VON ENGPAESSEN

Die beiden gegensaetzlichen Theorien zum optimalen Blickverlauf bei der Fahrzeugfuehrung "Gesetz der Sensomotorik" (Blickfixierung nur in Fahrtrichtung) und "visuelles Abtasten" (Fixierung aller relevanten Informationstraeger) wurden mit Fahrversuchen untersucht. Die 9 Testfahrer (alle mit grosser Fahrerfahrung) wurden auf der Strecke mit jeweils 3 Engstellen konfrontiert. Waehrend der Fahrt wurde das Blickverhalten mit einer Video-Kamera beobachtet und aufgezeichnet. Die Auswertung zeigt unter anderem, dass nur 20 Prozent der Fixationspunkte der Ferne zugeordnet werden konnten, der Rest verteilte sich auf andere Strassenelemente. Dieses Ergebnis sowie die anderen erhobenen Befunde lassen sich nicht mit der Theorie der Blickfixierung nur in Fahrtrichtung in Uebereinstimmung bringen, sie bekraeftigen jedoch die Theorie des visuellen Abtastens. In keiner der erfassten Umweltbedingungen kam es vor, dass ein Fahrer den Blick ununterbrochen geradeaus fixiert gehalten haette. Abschliessend wird dringend empfohlen, die Richtlinien fuer die Ausbildung von Fahrschuelern entsprechend zu aendern. Beitrag zum Arbeitskreis Verkehrsplanung und Verkehrsverhalten des 36. BDP Kongresses fuer Verkehrspsychologie in Dresden, 18.-20. September 1996. Siehe auch Gesamtaufnahme des Kongresses, IDS-Nummer D341101.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201466
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-931589-06-4
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:39PM