FRAUEN ALS KLIENTINNEN IN DER MEDIZINISCH-PSYCHOLOGISCHEN UNTERSUCHUNG

Es wird die Frage aufgeworfen, ob es gerechtfertigt ist, in der medizinisch-psychologischen Begutachtung von Kraftfahrern, die wegen einer Blutalkoholkonzentration von mehr als 1,6 Promille im Strassenverkehr untersucht wurden, keinen Bewertungsunterschied zu machen. Bei der konkreten Fragestellung der Studie ging es darum, ob und wo Unterschiede in der Auspraegung einzelner Beurteilungskriterien bei weiblichen und maennlichen Klienten festzustellen sind und ob gegebenenfalls unterschiedliche Faktoren bei den Geschlechtern zu bestimmten Gutachtenurteilen fuehren. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen haeufiger angeben, aus Ausnahmesituationen heraus exzessiv Alkohol konsumiert zu haben. Fast 80 Prozent aller untersuchten Frauen wurden als geeignet oder nachschulungsfaehig beurteilt, was auf nur 57 Prozent der Maenner zutrifft. Bei den positiv oder negativ beurteilten Probanden ergaben sich nur wenig Unterschiede in der Auspraegung der Beurteilungskriterien zwischen Maennern und Frauen. Bei Empfehlungen fuer Nachschulungskurse zeigte sich jedoch, dass fuer Maenner eine ansatzweise Bewusstheit ueber die frueheren Trinkmengen als auch eine bereits eingeleitete Reduktion der Trinkmengen durchaus vorausgesetzt wurde, was fuer Frauen offensichtlich nicht im gleichen Masse der Fall ist. Beitrag zum Arbeitskreis Diagnostik des 36. BDP Kongresses fuer Verkehrspsychologie in Dresden, 18.-20. September 1996. Siehe auch Gesamtaufnahme des Kongresses, IDS-Nummer D341101

Language

  • German

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  • Accession Number: 01201436
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-931589-06-4
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:39PM