Kritische Beurteilung des Spurbildungstestes

An der Oberflaeche von Asphaltdeckschichten wurden unter sommerlichen Witterungsverhaeltnissen Temperaturen bis zu 61 Grad Celsius gemessen, an der Grenze zwischen Asphaltdeckschicht und Asphaltbinderschicht bis zu 45 Grad Celsius. Empfohlen wird der Spurbildungsversuch zur Beurteilung von Deckschichten bei Eignungs- und Kontrollpruefungen bei 60 Grad Celsius im Luftbad. Der Spurbildungstest im Wasserbad bei hohen Temperaturen bringt zusaetzliche Einflussfaktoren in das bereits schwierig einzuschaetzende Asphaltsystem, und dies kann zu Fehlinterpretationen fuehren. Der Einfluss der Haftung auf das Ergebnis der Spurbildungspruefung nimmt erwartungsgemaess mit steigender Prueftemperatur zu. Beobachtungen in der Praxis zeigen, dass Schaeden, die auf unzureichende Haftung zwischen Bindemittel und Gestein zurueckzufuehren sind, nur bei offenen Deckschichten und bei Wasserstau in Asphaltschichten mit erhoehtem Hohlraumgehalt auftreten. Die in der Praxis wiederholt beobachteten grossen Beitraege der Asphaltdeckschicht zur Spurrinnentiefe unterstreichen die Notwendigkeit, den Spurbildungsversuch an Asphaltdeckschichten bei erhoehten Temperaturen, jedoch aus den genannten Gruenden im Luftbad, anzuwenden.

  • Authors:
    • Richter, E
    • SCHUBERT, M
  • Publication Date: 1998

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 91-3
  • Serial:
    • BITUMEN
    • Volume: 60
    • Issue Number: 3

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201357
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:37PM