DIE PROBLEMATIK DER GRENZWERTSETZUNG FUER PSYCHOTROPE SUBSTANZEN AUS PHARMAKOKINETISCHER UND PHARMAKODYNAMISCHER SICHT

Waehrend frueher Alkohol die fast ausschliessliche Ursache fuer die Einschraenkung oder Aufhebung der Verkehrstuechtigkeit war, spielen in zunehmendem Ausmass auch andere Fremdstoffe (Medikamente und Drogen) diesbezueglich eine bedeutsame Rolle. Da haeufig Analogieschluesse zum Alkohol gezogen werden, wo Grenzwerte seit vielen Jahren erfolgreich etabliert sind, erscheint es zweckmaessig, Alkohol und Medikamente sowie Drogen hinsichtlich ihrer grenzwertrelevanten Eigenschaften vergleichend zu betrachten. Bei Medikamenten muss von einer erheblichen intra- und interindividuellen Variabilitaet der Pharmakokinetik ausgegangen werden. Von besonderer Relevanz in diesem Zusammenhang sind Gewicht und Koerpergroesse, auch Uebergewicht und Alter. Weniger stark ausgepraegt sind geschlechtsspezifische Unterschiede. Genetische Einfluesse spielen ebenso eine Rolle wie Krankheiten, wobei insbesondere die Beeinflussung von Pharmakokinetik- und dynamik durch Erkrankungen der Eliminationsorgane zu nennen sind. Schliesslich wird die simultane Aufnahme von Alkohol und anderen Fremdstoffen, die Rolle der Enzyminduktion und -inhibition wie First-pass-Effekt aufgefuehrt. In einer ausfuehrlichen Diskussion werden aktuelle Probleme, Wissensstand und Loesungsmoeglichkeiten aufgefuehrt. Beitrag zu Teil III: Rechtsmedizinische Aspekte: Entdeckung, Nachweis, Grenzwerte. Siehe auch Gesamtaufnahme des Buches, IDS-Nummer D341032.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201326
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-437-00842-0
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:37PM