DAS TECHNISCHE BELASTUNGSGUTACHTEN ALS GRUNDLAGE DER INTERDISZIPLINAEREN BEURTEILUNG VON HWS-VERLETZUNGEN NACH HECKKOLLISIONEN

Neuere Untersuchungen auf der Basis statistischer Erhebungen kommen zu dem Ergebnis, dass bei fast jeder (93,5 Prozent) Pkw-Pkw-Heckkollision eine Halswirbelsaeulenverletzung auftritt. Bei den technischen Kollisionsparametern zur Beurteilung der biomechanischen Insassenbelastung spielen folgende Einflussfaktoren eine wesentliche Rolle: der Kollisionsueberdeckungsgrad, der das Verhaeltnis der kontaktierenden Fahrzeugpartien zur Gesamtfahrzeugbreite beschreibt; die Anstosshoehe fuer die eine Eintauchtiefe bei Vollbremsung auf trockener Fahrbahn je nach Fahrzeugtyp von ca. sechs bis elf Zentimetern gemessen werden; Struktursteifigkeiten (Heckstruktursteifigkeit und Strukturaenderungen durch Anbauteile wie zum Beispiel eine Anhaengerkupplung); das Massenverhaeltnis der Kollisionspartner. Im Hinblick auf biomechanische Belastungsgrenzen werden Analysen von Untersuchungen mit Leichen, mit Dummies und mit Freiwilligen berichtet. Die Autoren fuehrten Untersuchungen mit Autoscootern durch, die mit einer Maximalgeschwindigkeit von 10 bis 15 km/h bewegt wurden. Mit Hilfe von Bewegungsmarkern konnten Bewegungsablaeufe ermittelt werden, die aus sechs Phasen bestehen. Aus den vorgenommenen Bewegungsanalysen konnten die maximalen Relativwinkel und die maximalen Relativwinkelgeschwindigkeiten zwischen Oberkoerper und Kopf im Rahmen der Extensionsbewegung abgeleitet werden. Beitrag zum Themenschwerpunkt VIII HWS des Kongresses 1997 der Deutschen Gesellschaft fuer Verkehrsmedizin e.V., 29. Jahrestagung, Muenster, 19. bis 22. Maerz 1997. Siehe auch Gesamtaufnahme der Jahrestagung, IDS-Nummer D340959.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201290
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:36PM