ES GIBT KEINE AGGRESSIVEN AUTOFAHRER!!!

Fahrer mit verkehrsrechtlichen Auffaelligkeiten unterscheiden sich von Trunkenheitstaetern dadurch, dass sie keinen Leidensdruck empfinden und kein Unrechtsbewusstsein oder Selbstzweifel haben ("Ich war es nicht", "Es war nicht gefaehrlich", "Alle anderen machen es genauso"). Um bei diesen Fahrern einen therapeutischen Zugang zu gewinnen, muss bei der Abwehrposition begonnen werden. Zunaechst muss zu einer gemeinsamen Wahrnehmung mit dem Klienten gekommen werden, wie die Auffaelligkeiten abgelaufen sind. Der naechste Schritt ist der Aufbau einer angemessenen Risikowahrnehmung, das heisst, der Klient muss zur Einsicht gelangen, dass eine Aenderung erforderlich ist. Ein moeglicher Zugang zur Bereitschaft, eigenes Verhalten zu aendern, ist die Klaerung des Charakters von Normen und Regeln: Normierungen beziehen ihre Sinnhaftigkeit nicht aus einer argumentativen Ueberlegenheit, sondern aus der Verbindlichkeit. Wenn schliesslich die Einsicht bezueglich einer Aenderung besteht, kann die dritte Blockade auch aufgeloest werden, indem neues Verhalten geuebt wird. Beitrag zum Arbeitskreis 5 "Psychologische Interventionskonzepte, -techniken" des 6. Internationalen Workshop "Driver Improvement" vom 20. bis 22. Oktober 1997 in Berlin. Siehe auch Gesamtaufnahme des Workshops, IDS-Nummer D340901.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 342-7
  • Monograph Title: Driver Improvement. 6. Internationaler Workshop. Referate des Workshops 1997, veranstaltet von der Bundesanstalt fuer Strassenwesen, Bergisch Gladbach, dem Kuratorium fuer Verkehrssicherheit, Wien und der Schweizerischen Beratungsstelle fuer Unfallverhuetung, Bern, vom 20. bis 22. Oktober 1997 in Berlin
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201234
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:35PM