DOPPELBLUTENTNAHME UND ALKOHOLANFLUTUNGSGESCHWINDIGKEIT IN DER BEWERTUNG VON NACHTRUNKEINLASSUNGEN

Der Anstieg der Blutalkoholkonzentration (BAK) bei der Doppelblutentnahme und eine zunehmende Trunkenheitssymptomatik in der Phase unmittelbar nach Alkoholaufnahme koennen unter Umstaenden einen tatsaechlichen Nachtrunk belegen. Beide Kriterien sind jedoch unumkehrbar: Der Abfall der BAK bei der Doppelblutentnahme und das Fehlen einer zunehmenden Trunkenheitssymptomatik erlauben nur in den seltensten Faellen, Nachtrunkeinlassungen zu widerlegen. Ursaechlich ist die fehlende Moeglichkeit einer hinreichend genauen Erfassung der multifaktoriell beeinflussten Resorptionsphase. Daneben muss eine grosse Variationsbreite der einzelnen pharmakologischen Parameter und Phasenverlaeufe beruecksichtigt werden ebenso wie Trinkgewohnheiten und eventueller chronischer Alkoholkonsum. Daran wird die Schwierigkeit bis Unmoeglichkeit konkreter Beurteilungen des Wahrheitsgehaltes von Nachtrunkeinlassungen einzig anhand gemessener BAK-Werte und beschriebener Trunkenheitssymptome deutlich. Ein Ausweg aus diesem zwangslaeufig zu weit gefassten Beurteilungsrahmen stellt bislang einzig die von Bonte detailliert beschriebene Begleitstoffanalyse dar.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201165
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:33PM