AUSSIEDLER IM STRASSENVERKEHR

Der Anteil von Aussiedlern an der Population der alkohol- und drogenauffaelligen Kraftfahrer hat sich in den letzten Jahren stark erhoeht. Durch eine explorative Studie wurde der Versuch unternommen, Hintergruende einer moeglichen Gefaehrdung von Aussiedlern aufgrund von Migrationsproblemen auf die Spur zu kommen. Durch eine Fragebogenerhebung sollten Aufschluesse ueber den Umgang mit Alkohol, die Akzeptanz staatlicher Vorschriften sowie die Einstellung zum privaten Automobilverkehr gewonnen werden. Insgesamt ging es um Hinweise auf kognitive und emotionale Grundlagen fuer das Verhalten im Strassenverkehr. Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass Aussiedler sich hinsichtlich wichtiger Einstellungen zur Nutzung privater Kraftfahrzeuge von der einheimischen deutschen Bevoelkerung unterscheiden. Hinzu kommt ein besonders gefahrentraechtiger Umgang mit Alkohol. Auf der anderen Seite spielen weder die demonstrative Zurschaustellung des eigenen Autos noch die egozentrisch-ruecksichtslose Uebertretung von Verkehrsregeln eine dominante Rolle. Dies wird als Ergebnis von Anpassungsprozessen bei deutlicher Unsicherheit in biographischen Umbruchsituationen verstanden. Es wird vorgeschlagen, spezifische Massnahmen fuer Schulen und Fahrschulen zu entwickeln, in denen der Umgang mit Alkohol und mit sicherheitsabtraeglichen Einstellungen selbstkritisch aufgearbeitet werden kann. Titel in Englisch: Ethnic German emigrants in road traffic.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 305-10
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 35
    • Issue Number: 4
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01201162
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:33PM