Untersuchungen zur Uebertragbarkeit von Grenz- und Richtwerten des Schuettelverfahrens nach DEV-S4 auf Trogverfahren

Fuer die Beurteilung der wasserwirtschaftlichen Vertraeglichkeit von Strassenbaustoffen ist deren Auslaugbarkeit entscheidend. Bisher wurden die auslaugbaren Anteile mit dem DEV-S4-Verfahren bestimmt. Dieses Elutionsverfahren wurde speziell fuer die Untersuchung feinkoerniger Materialien entwickelt und ist daher fuer die Untersuchung von Strassenbaustoffen weniger geeignet. Daher wurde zunaechst das herkoemmliche DEV-S4-Verfahren in bezug auf die Korngroesse und die Probenmenge modifiziert. Anschliessend wurde das praxisgerechtere Trogverfahren entwickelt. Fuer die ausfuehrlichere Kennzeichnung solcher Materialien wurden zusaetzlich ein Perkolationsverfahren sowie ein pH-stat-Verfahren erarbeitet. Das Hauptziel dieses Forschungsvorhabens lag in der Untersuchung der Uebertragbarkeit vorhandener, auf das modifizierte DEV-S4-Verfahren bezogener Grenz- und Richtwerte auf das Trogverfahren. In einem zweiten Untersuchungsabschnitt sollten mit den neu entwickelten Auslaugungsverfahren (Perkolationsverfahren, pH4-stat-Verfahren) Erfahrungen gesammelt werden. Es wurden insgesamt 15 verschiedene industrielle Nebenprodukte, Recycling-Baustoffe sowie Naturgesteine ausgelaugt. Die Auslaugungsergebnisse zeigten, dass es sinnvoll ist, der Ueberpruefung der wasserwirtschaftlichen Vertraeglichkeit von Strassenbaustoffen eine definierte Korngroessenverteilung zugrunde zu legen. Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass die Uebertragbarkeit der Ergebnisse zwischen dem modifizierten DEV-S4-Verfahren und dem Trogverfahren grundsaetzlich gegeben ist, so dass das praxisgerechtere Trogverfahren das modifizierte DEV-S4-Verfahren ersetzen und zukuenftig als Routineverfahren eingesetzt werden koennte. Die Auslaugungsergebnisse, ermittelt mit Hilfe des Perkolationsverfahrens, haben gezeigt, dass das Verfahren aussagekraeftig ist, um den zeitlichen Verlauf der Auslaugung von Mineralstoffen zu simulieren. Beim pH-stat-Verfahren ist eine Beurteilung der Auslaugungsergebnisse mit Festlegung von Akzeptanzbereichen zwar wuenschenswert, aber ohne die Einbeziehung weiterer Auslaugungsversuche nicht moeglich.

  • Availability:
  • Authors:
    • MESTERS, K
    • BIACHULA, R
    • SCHOESSNER, H
  • Publication Date: 1998

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01200956
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 6:29PM