Untersuchungen zur Bemessung von bewehrten Elastomerlagern im Brueckenbau bei Zugbeanspruchung

Ziel des Forschungsvorhabens war die Formulierung der Nachweisregeln fuer im Brueckenbau eingesetzte bewehrte Elastomerlager mit Zugbeanspruchung auf der Grundlage der Sicherheitskonzepte der geltenden Normen und der kuenftigen europaeischen Regelungen. Die fuer die Beanspruchung auf Druck derzeit vorliegenden Nachweiskonzepte wurden als Grundlage verwendet und die Einordnung der Zugbeanspruchung fuer verankerte bewehrte Elastomerlager unter diesem Aspekt geprueft. Die Arbeitslinie des Elastomers weist im Zug- und im Druckbereich einen unterschiedlichen Verlauf aus. Mit zunehmender Zugkraft wachsen die Verformungen (Dehnungen) wesentlich staerker an als das im vergleichbaren Druckbereich (Stauchung) der Fall ist. Dies muss bei der Aufstellung von Berechnungsregeln zwingend beachtet werden. Der Verlauf der Arbeitslinien ist durch Versuche festzustellen. Die komplexen, bei Druck- und bei Zugbeanspruchung unterschiedlichen Verhaeltnisse, und die Auswirkungen der verschiedenen Beanspruchungsarten (Normalkraft, Verschiebung und Verdrehung) des Lagers, werden dargestellt. Von besonderer Bedeutung ist der Nachweis der Schubspannungen. Hierfuer wird ein Vorschlag angegeben. Bei Zugbeanspruchung haben die Verformungsanteile aus Verdrehung und Verschiebung einen groesseren Einfluss als bei der derzeitigen Anwendung als Drucklager. Aus konstruktiven Gruenden wird eine Begrenzung der Verschiebung auf Tangens Gamma = 0,7 vorgeschlagen.