Vertraeglichkeitsuntersuchungen zwischen deutschen Erdbebenregelungen und Eurocode 8

Die derzeit gueltige Fassung von DIN 4149-1, "Bauten in deutschen Erdbebengebieten, Lastannahmen, Bemessung und Ausfuehrung ueblicher Hochbauten" geht mit geringfuegigen Aenderungen auf den Normenentwurf von 1976 zurueck und spiegelt somit den vor ueber 20 Jahren vorhandenen Kenntnisstand auf dem in rascher Entwicklung begriffenen Gebiet der Erdbebensicherung wider. Sie entspricht daher weder dem Stand der Technik auf der Lastseite, noch demjenigen auf der Widerstandsseite der Erdbebenregelungen und macht, um auch die gleichzeitige optimale Anwendung von Eurocode 8 (EC 8) zu ermoeglichen, eine Ueberarbeitung erforderlich. Durch die geplante Ueberarbeitung von DIN 4149 soll die vom Geoforschungszentrum Potsdam fuer das NAD zu EC 8 entwickelte neue Erdbebenzonenkarte fuer Deutschland (einschliesslich der vereinbarten Beschleunigungswerte fuer die neue Drei-Zonen-Einteilung) in die Norm eingearbeitet und das Konzept von Eurocode 8 in DIN 4149 uebernommen werden. Gleichzeitig sollen die wesentlich auf Bauten in Starkbebengebieten ausgerichteten, umfangreichen Regelungen in Eurocode 8 praxisgerecht fuer die Anwendung in Schwachbebengebieten, zu denen die deutschen Erdbebengebiete zaehlen, reduziert werden. Dabei soll unter Beruecksichtigung des deutschen Erfahrungsbereichs insbesondere darauf geachtet werden, dass die Bemessung nicht zu unwirtschaftlichen Konstruktionen fuehrt. Die Moeglichkeiten zumal fuer Schwachbebengebiete geeigneter, vereinfachter Nachweise sind voll auszunutzen. Auf diese Weise soll die Ueberarbeitung von DIN 4149 gleichzeitig die Grundlage einer deutschen Stellungnahme fuer die EN-Fassung von Eurocode 8 bilden, um damit der Gefahr zu begegnen, dass die auf Starkbeben ausgerichteten Regelungen und Anforderungen fuer Deutschland verbindlich werden. (A*)