Schaffung eines Bewertungshintergrundes zur Prognostizierung der Standfestigkeit von Asphalt mit dem Druckschwellversuch, Pilotphase

Im Rahmen des Forschungsvorhabens war zu untersuchen, ob ein vergleichbares Verhalten im Druckschwellversuch zwischen dem Asphaltmaterial von Rueckstellprobe und Bohrkern abgeleitet werden kann, so dass man fuer weitere Pruefungen im Rahmen des Dynamischen Druckschwellversuches (DSV) auf Rueckstellproben verzichten und auf Bohrkerne zurueckgreifen kann. Es wurden drei Strecken ausgewaehlt, bei denen zum Zeitpunkt der Beprobung noch Rueckstellproben vorhanden waren. Die zur Untersuchung im DSV ausgewaehlten Asphaltbetondeckschichten lagen etwa drei Jahre unter Verkehr. An diesen Strecken wurden das Querprofil aufgenommen und nach der Bohrkernentnahme das Schichtenprofil bestimmt. Nach Abtrennung der Deckschichten wurden im Labor aus dem Mischgut des Bohrkernmaterials und der Rueckstellproben Marshall-Probekoerper hergestellt und dem DSV unterworfen, weiter wurden die Mischgutzusammensetzung und Bindemitteleigenschaften bestimmt. Die asphalttechnologischen Untersuchungen ergaben, dass nur bei zwei Strecken das Mischgut des Bohrkernmaterials mit dem der Rueckstellprobe uebereinstimmt. Es konnten keine Unterschiede in den Impulskriechkurven der Materialien aus dem Spurrinnenbereich und aus dem unbelasteten Bereich zwischen den Rollspuren nachgewiesen werden. Zur Beurteilung der Kenngroessen des DSV im Wendepunkt wurde die Verhaeltniszahl D eingefuehrt; bei Gleichheit zwischen beiden Probenarten liegt eine Verhaeltniszahl von D=100 (Idealwert) vor. Die Abweichungen der festgestellten Verhaeltniszahlen zum Idealwert 100 innerhalb der Untersuchungsstrecken mit uebereinstimmendem Mischgut waren gering. Sie liegen in ihrer Groessenordnung noch im Bereich der verfahrensbedingten Streuung. Es laesst sich abschliessend sagen, dass ein vergleichbares Verhalten im Druckschwellversuch zwischen dem Asphaltmaterial von Rueckstellprobe und Bohrkern tendenziell angenommen werden kann, wenn das Asphaltmaterial von Rueckstellprobe und Bohrkern gleiche Zusammensetzung aufweist, die Bindemitteleigenschaften nahezu unveraendert sind und nur eine geringe Veraenderung des Erweichungspunktes Ring und Kugel waehrend der Liegezeit als Strassenbelag vorliegt.