Moeglichkeiten und Grenzen der polizeilichen Kontrolle auf Bundesautobahnen

Im Dienstbezirk Autobahnpolizeidirektion (APD) Karlsruhe hat die "Durchschnittliche Taegliche Verkehrsmenge" (DTV) in den vergangenen 24 Jahren um 103 Prozent zugenommen. Der Tagesspitzenwert wurde am 23. Juli 1999 mit rund 170.000 Fahrzeugeinheiten erreicht. Besonders stark ist seit 1988 der Schwerverkehr gestiegen. Das Unfallgeschehen war in den letzten 20 Jahren relativ konstant. 1979 gab es 5.285 Unfaelle, 1999 5.704 Unfaelle. 1999 gab es 37 Tote, 1999 waren es noch 45. Polizeiliche Kontrollen sollen die Einhaltung der Normen sicherstellen. 1999 wurden rund eine Million Fahrzeuge gemessen. Bei rund 40.000 beziehungsweise vier Prozent wurden Geschwindigkeitsueberschreitungen festgestellt. Der weitaus groesste Teil der Verkehrsteilnehmer haelt sich an die Normen, weil sie fuer richtig und sinnvoll erachtet werden. Ein kleinerer Teil haelt sich an die Normen aus Furcht vor Sanktionen und ein sehr kleiner Teil der Verkehrsteilnehmer ist nicht bereit, sich selbst unter massiver Androhung von Sanktionen an die Normen zu halten. Es gibt verschiedene Formen und Verfahren der Kontrolle. Die Individualkontrolle ist eine Ganzheitskontrolle. Der Kontrollierte wird auf seine Befugnis zur Fuehrung eines Kfz, seinen Zustand beziehungsweise seine Beeintraechtigungen, den Zustand seines Fahrzeuges und eventuelle Fahndungsausschreibungen ueberprueft. Die zu erwartende Verkehrsentwicklung mit immer mehr Verkehr auf dem nicht mitwachsenden Strassennetz erhoeht die Kontrollnotwendigkeit, fordert aber auch das intensive Nachdenken ueber neue Strategien. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD-Nummer D346063. (KfV/A)

  • Authors:
    • JOERG, W
  • Publication Date: 2000

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01200268
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:58PM