Fasten seat belts! Analyse des Verkehrsunfallrisikos in Deutschland und Ueberpruefung der Risikohomeostasisthese

Die Risikohomeostasistheorie (RHT) ist ein formales Konzept zur Erklaerung menschlichen Verhaltens im Strassenverkehr bei veraendertem Unfallrisiko. Vor dem Hintergrund des gegenwaertigen Standes der Oekonometrie weisen die Untersuchungen zur RHT mittels langer Zeitreihen einige Schwaechen auf. Es wird versucht, diese Schwaechen mit dem Stationaritaetskonzept der Oekonometrie zu beheben. Gleichzeitig wird die Theorie einem neuerlichen Test auf ihre Gueltigkeit hinsichtlich der Unfallsituation im Strassenverkehr in Deutschland unterzogen. Die Arbeit nimmt Bezug auf die Wirksamkeit von Regulierungsmassnahmen (hier: Verschaerfung der Gurtanlegepflicht), denen nach der RHT keine Wirkung zugesprochen wird. Mittels verschiedener Risikomasse wird die Situation im Strassenverkehr detailliert beschrieben. Die Ergebnisse der Analysen unterstuetzen die Thesen der RHT nur schwach. Sie belegen, dass sich das Unfallrisiko in Deutschland in Richtung leichterer Unfaelle verschoben hat, und dass konsequente und mit Strafandrohung belegte Regulierungsmassnahmen entgegen dem Postulat der Risikohomeostasisthese eine stark positive Wirkung auf die Unfallsituation besitzen. (A)

  • Authors:
    • KALUS, F
  • Publication Date: 2000

Language

  • German

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  • Accession Number: 01199948
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:51PM