Der Hafen Hamburg - logistisches Dienstleistungszentrum

Der Hamburger Hafen ist der noerdlichste und zugleich oestlichste Hafen in der Nordrange (so werden die miteinander konkurrierenden nordwesteuropaeischen Seehaefen zwischen Antwerpen und Hamburg genannt), der direkt von den grossen Ueberseeliniendiensten angelaufen wird. Er ist ein bevorzugter Transithafen fuer die nordischen Laender, Polen, die baltischen Laender, Teile der GUS, Ungarn, Tschechien und die Slowakei. Etwa 14 Prozent des oesterreichischen Ueberseehandels (ohne Rohoel) geht ueber den Hamburger Hafen. Seehaefen wie Hamburg entwickeln sich immer mehr vom reinen Umschlagplatz fuer Stueck- und Massengut zu logistischen High-Tech-Zentren. Der Welthandel waechst weiter und befindet sich in einem starken Wandel, wird immer mehr vom Just-In-Time-Prinzip bestimmt, was die Verkehrswirtschaft zu Anpassungen zwingt. Die Realisierung des EU-Binnenmarktes, die Erweiterung der EU, die wirtschaftliche Umstrukturierung der mittel- und osteuropaeischen Staaten und die Nachfrage nach neuen logistischen Dienstleistungen erhoehen die Chancen Hamburgs im internationalen Wettbewerb. Neue Systemloesungen sind notwendig. Eine integrierte globale Transportkette muss organisiert und sichergestellt werden. Die Nutzung aufwendiger Informations- und Datenkommunikationstechniken ist dabei unumgaenglich. Mit Umstrukturierungen des Hafengebietes will der Hafen Hamburg diesen Anforderungen gerecht werden. Auf einer Flaeche von 215 Hektar entsteht im Gebiet Altenwerder ein logistisches Zentrum mit hochmodernen Containerterminals. Modernste Umschlaganlagen, Sammel- und Verteillager sowie ein Gueterverkehrszentrum mit Umschlagsanlage fuer den kombinierten Ladungsverkehr werden dort raeumlich konzentriert. Lager- und Packhallen, Werkstaetten und Verwaltungsgebaeude sind angeschlossen. Die ansaessigen Unternehmen werden so Synergieeffekte und Kooperationsmoeglichkeiten optimal ausschoepfen koennen. Der Betrieb der ersten Liegeplaetze wird 2001 aufgenommen. Der Hafen Hamburg muss als einer der zehn groessten Containerhaefen der Welt grosses Augenmerk auf die Sicherung der leistungsfaehigen seewaertigen Zufahrt legen. Ungenuegende Fahrwasserverhaeltnisse koennten die global agierenden Reedereikonsortien zu einer Abkehr von Hamburg veranlassen. Jaehrlich muessen zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Wassertiefen rund 2,5 Millionen Kubikmeter Sedimente aus dem Strom und den Hafenbecken entfernt werden. Teile des Schlicks im Baggergut sind mit Chlorkohlenwasserstoffen und Schwermetallen verunreinigt. In einer speziellen Anlage werden die Sand-, Schlick- und Wasseranteile des Baggerguts voneinander getrennt. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 24-5
  • Monograph Title: Der Regio-Swinger von ADtranz stellt sich vor
  • Serial:
    • VERKEHR & UMWELT
    • Volume: 14
    • Issue Number: 3
    • Publisher: N. J. SCHMID VERLAG GES.M.B.H.
    • ISSN: 1019-7346

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01199931
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:51PM