Mobil in Wien

Der vorliegende Bericht beschreibt aktuelle Entwicklungen und Vorhaben der Wiener Verkehrspolitik. Ziel des Wiener Verkehrskonzeptes und des KliP-Klimaschutzprogramms der Stadt Wien ist es, den motorisierten Individualverkehr von 37 auf 25 Prozent aller Wege bis zum Jahr 2010 zu verringern und die Fahrten auf den oeffentlichen Verkehr oder den sogenannten Dritten Weg zu verlagern. Als Dritter Weg werden die umweltfreundlichen Alternativen zwischen eigenem Auto und oeffentlichem Verkehr bezeichnet. Dazu gehoeren alternativ betriebene oder treibstoffarme Fahrzeuge, Car-Sharing und Fahrgemeinschaften sowie der Fussgaenger- und Radverkehr. Fuss- und Radwege werden weiter ausgebaut, im 9. Wiener Gemeindebezirk wurde das Pilotprojekt "Fussgaengerfreundliches Stadtviertel" gestartet. Hier soll beispielhaft demonstriert werden, wie der Strassenraum optimal fuer die schwaechsten VerkehrsteilnehmerInnen attraktiver und sicherer gemacht werden kann. 1998 wurden zahlreiche Massnahmen und Aktionen im Bereich des motorisierten Individualverkehrs durchgefuehrt, unter anderem wurde die Parkraumbewirtschaftung ausgedehnt und der Aufbau eines Parkleitsystems weitergefuehrt. Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil der Wege, die mit oeffentlichen Verkehrsmitteln zurueckgelegt werden, von 37 Prozent (1995) auf 45 Prozent angehoben werden. 1998 haben die Wiener Linien 704,2 Millionen Fahrgaeste befoerdert (1997: 698,7 Millionen), wobei rund 377,9 Millionen mit der U-Bahn, 214,3 Millionen mit der Strassenbahn und 112 Millionen mit dem Autobus unterwegs waren. Zahlreiche Massnahmen sorgen dafuer, dass Bus, Bahn (U-Bahn und die von den Oesterreichischen Bundesbahnen betriebene S-Bahn) und Strassenbahn schneller, puenktlicher, bequemer und attraktiver werden. Beschleunigungsprogramme und der Ausbau des Streckennetzes, vor allem bei der U-Bahn, werden konsequent forciert. Im Fuhrpark, in der Wagentechnik und in den Werkstaetten setzen die Wiener Linien auf modernste Umwelttechnik. Das Wiener Streckennetz ist in den Verkehrsverbund Ost Region (VOR) eingebunden. Zusammen mit dem Bundesland Niederoesterreich wurde ein gemeinsames Nahverkehrskonzept erarbeitet. Mit der Initiative TEN-Knoten Region Wien soll Wien zu einem Gueterverkehrsknoten ausgebaut werden, wobei der Gueterverkehr so weit wie moeglich auf Schiff und Schiene verlagert werden soll. Grosse Bedeutung kommt dabei dem Wiener Hafen zu. Er ist Eingangs- und Ausgangshafen der EU und ein bedeutender Umschlagsknoten sowohl fuer die Ostregion Oesterreichs als auch fuer die angrenzenden mittel- und osteuropaeischen Staaten. Beim Bruecken- und Strassenbau werden bereits in den Ausschreibungen Massnahmen wie Laerm- und Baumschutz vorgeschrieben. Die Brueckenprojekte muessen umweltgerecht ausgefuehrt werden. Durch die neuen Strassenbauprojekte sollen Laerm- und Abgasbelastungen im unmittelbaren Wohnbereich reduziert werden. Wien ist das verkehrssicherste Bundesland Oesterreichs und soll dies auch weiter bleiben. Ueberschwere und uebergrosse Transporte sowie der Transport gefaehrlicher Gueter muessen in Wien speziell genehmigt werden. Auch 1998 wurden in Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei zahlreiche Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit und ihre Abgasemission ueberprueft. (KfV/A)

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    Der Aufbau - Perspektiven

    ,    
  • Publication Date: 1999-6

Language

  • German

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  • Pagination: 96-111
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  • Accession Number: 01199882
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
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  • Created Date: Oct 7 2010 5:50PM