Ueberlastungswahrscheinlichkeiten und Verkehrsleistung als Bemessungskriterium fuer Verkehrsanlagen

Aufgabe der Bemessung von Strassenverkehrsanlagen ist es, eine Abwicklung des Verkehrsaufkommens mit hinreichender Qualitaet des Verkehrsablaufs zu ermoeglichen. Traditionell erfolgt die Bemessung anhand der Verkehrsbelastung der 30. Stunde. Das heisst, dass in 30 Stunden des Jahres eine Ueberlastung der Anlage in Kauf genommen wird. Eine weitere Abwaegung zwischen hoher Verkehrsqualitaet und Wirtschaftlichkeit findet bisher nicht statt. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass die Kapazitaet einer Anlage kein fester Wert ist, sondern stark streuen kann. Anhand empirischer Daten sollen die Kapazitaet und die Verkehrsnachfrage durch sinnvolle Verteilungsfunktionen beschrieben werden. Durch eine vollstaendige Gegenueberstellung (zum Beispiel ueber ein ganzes Jahr) von Nachfrage und Kapazitaeten koennen erwartbare Ueberlastungshaeufigkeiten ermittelt werden. Auch die Einteilung der Stufen der Verkehrsqualitaet kann mittels dieser Daten erfolgen. Weiter wird geprueft, ob die maximale Verkehrsleistung als Bemessungskriterium sinnvoller ist als die Kapazitaet. Abschliessend wird versucht, das entwickelte Bemessungskonzept von Ausserortsstrassen auf Stadtstrassen und Knotenpunkte zu uebertragen.