Gefaehrdung von Fussgaengern und Radfahrern an Kreuzungen durch rechtsabbiegende Lkw

Innerorts ist die Gefaehrdung von Fussgaengern und Radfahrern an Kreuzungen durch rechtsabbiegende Lkw ein bedeutendes Problem. In circa 70 Prozent der Unfaelle dieser Kategorie werden die ungeschuetzten Verkehrsteilnehmer getoetet. Die Gefaehrlichkeit dieser Unfaelle, insbesondere bei Radfahrern, fuehrte in der Vergangenheit bereits dazu, dass eine Ausruestpflicht der Lkw mit seitlichem Unterfahrschutz eingefuehrt wurde. In der Literatur werden Moeglichkeiten zur Vermeidung solcher Unfaelle beziehungsweise zur Minderung der Unfallfolgen genannt. Neben verbesserten Einrichtungen zur Vermeidung des Ueberrollens (seitlicher Unterfahrschutz) werden die Ausruestung der Fahrzeuge mit verbesserten Spiegelsystemen oder auch Videosystemen sowie speziellen Sensoren zur Ortung von Hindernissen und Personen genannt. Weiterhin sollen eine obligatorische Beifahrerpflicht im Innerortsverkehr ebenso wie die Planung von Transportrouten (Verbot fuer Lkw in bestimmten Gebieten innerorts) dazu beitragen, solche Unfaelle zu vermeiden. Zur Vermeidung der Unfaelle ist ein Sicherheitskonzept zu entwickeln. Auf dieser Grundlage sind gegebenenfalls Vorschlaege zur Aenderung der geltenden gesetzlichen Regelungen auszuarbeiten. Das methodische Vorgehen umfasst: Literaturstudie, Analyse des realen Unfallgeschehens, Beschreibung des und Anforderungen an den Unterfahrschutz, Versuche mit und ohne Anprall an seitlichen Unterfahrschutzeinrichtungen, Anforderungen an technische Systeme zur Unterstuetzung der Fahrer, Evaluierung und Beurteilung administrativer Massnahmen wie Beifahrerpflicht innerorts, Planung von Transportrouten, Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes, zusammenfassende Darstellung.